Schlichterspruch angenommen
Sicherheitsgewerbe vor neuem Tarifabschluss

Neue Streiks an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn scheinen abgewendet. Arbeitgeber und Gewerkschaft kündigten an, den am Freitagabend vorgelegten Schlichterspruch im Tarifkonflikt der Sicherheitsleute anzunehmen.
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DüsseldorfIm erbittert geführten Arbeitskampf des privaten Sicherheitsgewerbes in Nordrhein-Westfalen gibt es einen Durchbruch. Der seit knapp drei Wochen eingeschaltete Schlichter habe am Freitagabend eine Einigungsempfehlung ausgesprochen, teilte der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) mit. Die Arbeitgeber hätten sich entschlossen, den Schlichterspruch „verbindlich anzunehmen“.

Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker zeigte sich am späten Abend erleichtert. „Das kann man vorzeigen“, sagte sie mit Blick auf den erreichten Kompromiss. Jedoch hätten nun erst noch die Gewerkschaftsmitglieder in einer Befragung das Wort. Damit scheint die Gefahr weiterer Streiks an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn endgültig abgewendet zu sein.

Wie ein BDSW-Sprecher erläuterte, sollen die unteren Stundenlöhne von jetzt 8,23 Euro im Mai 2013 auf 8,62 Euro und ab Januar 2014 auf dann 9 Euro steigen. Die Erhöhung liege bei 10,4 Prozent. Die Vergütung der Luftsicherheitsassistenten solle in denselben zwei Stufen um insgesamt 18,9 Prozent von derzeit 12,36 Euro auf 14,70 Euro erhöht werden.

„Die Arbeitgeber werden hierdurch auf das Äußerste belastet“, hieß es von dem Branchenverband. Verdi-Verhandlungsführerin Becker sagte, Prozenterhöhungen im zweistelligen Bereich habe man „nicht so oft“. Die Gewerkschaft hatte anfangs ein Plus von 30 Prozent gefordert.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer hatten sich am 18. März darauf geeinigt, den nordrhein-westfälischen Landesschlichter Bernhard Pollmeyer einzuschalten. Damit sollte Bewegung kommen in die bis dahin völlig festgefahrenen Tarifverhandlungen für die 34 000 Beschäftigten der Branche in NRW.

In dem Tarifkonflikt waren in den vergangenen Monaten die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn immer wieder bestreikt worden. Verdi wollte damit nach eigener Darstellung das Sicherheitsgewerbe aus dem Niedriglohnsektor herausholen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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