Schließung unrentabler Filialen
Beate Uhse mit Umsatzeinbußen

Der Flensburger Sexartikel-Versender Beate Uhse kommt bei seinem Konzernumbau nicht recht voran: Sowohl Umsatz als auch Ergebnis haben im ersten Halbjahr abgenommen. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen sogar Verluste.

HB FRANKFURT. Der Flensburger Sexartikel-Versender Beate Uhse kommt bei seinem Konzernumbau nicht recht voran: Für das erste Halbjahr wies das Unternehmen am Donnerstag unter anderem wegen der Schließung unrentabler Filialen einen Umsatzrückgang von knapp sechs Prozent auf 121,4 Mill. Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um sieben Prozent auf 6,8 Mill. Euro. Dank der Versicherungsleistung für einen Wasserschaden konnte das Unternehmen immerhin den Vorsteuergewinn erhöhen: Er stieg auf 6,1 (Vorjahreszeitraum: 5,7) Mill. Euro.

Der größte Teil der Erlöse entfiel in den ersten sechs Monaten mit knapp 52 Mill. Euro auf den Versandhandel, obgleich auch hier ein leichtes Minus zu verzeichnen war. Hier sollen künftig noch mehr Geschäfte über das Internet abgewickelt werden. Unter den Filialen liefen nach Unternehmensangaben vor allem die "Premium-Shops" gut, mit denen Beate Uhse sein Schmuddel-Image abstreifen und neue Kunden anlocken will. Insgesamt betreibt der Konzern europaweit noch 152 Shops. Die Schließung unrentabler Filialen hat aber noch kein Ende. Allein in Deutschland würden bis Jahresende 17 Shops geschlossen, hieß es.

Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen weiter von einem Umsatzrückgang um rund drei Prozent aus. Das Vorsteuerergebnis soll zwischen drei und fünf Mill. Euro liegen. Den erwarteten Verlust im zweiten Halbjahr begründete eine Konzernsprecherin damit, dass in der zweiten Jahreshälfte deutlich höhere Katalogkosten zu erwarten seien. Anleger konnten sich für die Aktie am Donnerstag nicht begeistern: Das Papier verlor am frühen Nachmittag mehr als vier Prozent und lag unter 1,10 Euro.

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