Schnelle Entscheidung
Hochtief will Flughafen-Verkauf bald abschließen

Der seit Monaten anhaltende Bieterwettstreit um die Flughafen-Beteiligungen des Hochtief-Konzerns steht kurz vor der Entscheidung. Hochtief-Chef Stieler rechnet mit einem Vertragsabschluss in den nächsten Wochen.
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Frankfurt „Wir sind in dem Zustand, dass wir die letzten Gespräche führen und dass wir in den nächsten Wochen zum Signing kommen werden“, sagte Hochtief-Chef Frank Stieler am Dienstag in Frankfurt. Mit dem Vorgang vertraute Personen bekräftigten, die französische Vinci und die chinesische HNA seien weiter im Rennen. Die beiden Gebote für die Flughafen-Beteiligungen lägen bei annähernd 1,5 Milliarden Euro. 

Hochtief hat seine Beteiligungen an den Flughäfen in Düsseldorf, Hamburg, Athen, Budapest, Tirana und Sydney zum Verkauf gestellt. Die Gespräche mit Bietern laufen bereits seit Monaten. Unter anderem hatte auch Konkurrent Fraport seine Fühler nach dem Portfolio ausgestreckt, war dann aber aus dem Rennen ausgeschieden. Stieler bekräftigte, Hochtief wolle sich auch von einzelnen, zusammen mit der öffentlichen Hand entwickelten Projekten (PPP) trennen. Diese könnten verkauft werden, wenn sie fertig gestellt seien und stabile Einkünfte erwirtschafteten. Der Konzern betreibt in Partnerschaft mit öffentlichen Einrichtungen - unter anderem Mautstraßen, Schulen oder Kasernen. Auch Wettbewerber Bilfinger Berger tummelt sich in diesem Markt - und will nun für einzelne PPP-Projekte einen börsennotierten Fonds auflegen. Stieler sagte, dies sei ein „interessantes Modell“, Hochtief sehe seinerseits dafür aber keine Notwendigkeit. 

Die aktuelle Krise an den Finanzmärkten und die Turbulenzen an den Börsen haben Stieler zufolge bislang keinerlei Auswirkungen auf das Geschäft beim größten deutschen Baukonzern. „Es wurde noch nicht ein Auftrag storniert, nicht einer verschoben“, unterstrich der Hochtief-Chef. Die Krise spiegele sich auch nicht in den Hochtief-Zahlen wider. Die Aussagen Stielers dürften auch den neuen spanischen Hochtief-Mehrheitseigner ACS erfreuen. Hochtief will am 14. November Zahlen für das dritte Quartal vorlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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