Schokoladenhersteller
Gewinnrückgang bei Barry Callebaut

Obwohl der weltgrößte Schokoladenhersteller Barry Callebaut bei der derzeit riesigen Nachfrage kaum mit der Produktion nachkommt, schrumpfte der Nettogewinn. Für das zweite Halbjahr ist das Unternehmen optimistisch.
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ZürichDer weltgrößte Kakao- und Schokoladenhersteller Barry Callebaut wird der hohen Nachfrage kaum Herr. Kapazitätsengpässe ließen die Fabrik- und Logistikkosten ansteigen, die Investitionen legten zu. Der Nettogewinn schrumpfte deshalb im ersten Geschäftshalbjahr um 7,4 Prozent auf 116,4 Millionen Franken (rund 96 Millionen Euro), wie Barry Callebaut am Montag mitteilte. Die Menge der verkauften Kakao- und Schokoladenprodukte stieg um 7,8 Prozent und übertraf damit das Marktwachstum um das fünffache.

Die rückläufigen Preise für Kakaopulver und Kakaobutter belasteten in dem bis Ende Februar laufenden Halbjahr den Umsatz. Hier zeichnet sich allerdings eine Trendwende ab. „Die Schokoladen-Nachfrage ist gestiegen und die Preise sind gefolgt, das wird uns im zweiten Halbjahr helfen”, sagte Finanzchef Victor Balli der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Übernahme von Petra Foods, die im Sommer abgeschlossen werden soll, wird für weiteres Wachstum sorgen. Barry Callebaut will mit dem knapp eine Milliarde Dollar teuren Zukauf des in Singapur ansässigen Kakaoverarbeiters seine Stellung in den Schwellenländern ausbauen und seine Rohstoffbasis verbreitern. Die Übernahme finanziert der Konzern mit der Ausgabe von neuen Aktien und Anleihen.

Die Analysten der Bank Notenstein erklärten, angesichts der anstehenden Kapitalerhöhung, der enttäuschenden Umsatz- und Gewinnzahlen des ersten Halbjahrs und der hohen Bewertung der Aktie dränge sich ein Kauf der Aktie nicht auf. Im frühen Handel verloren die Barry Callebaut-Titel 1,5 Prozent auf 898 Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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