Schröder telefoniert mit Ricke
Maut-Erfassungsgeräte zurück gerufen

Medienberichten zufolge hat der Maut-Betreiber Toll Collect die Geräte zur Mauterfassung von Lastwagen wegen technischer Probleme zurückgerufen. Der Betreiber bietet den Tausch der Geräte kostenlos an, hieß es.

HB BERLIN. Zudem habe Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) inzwischen persönlich mit Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke telefoniert und sich dabei besorgt über die Verzögerungen bei der Maut geäußert, berichtete die „Berliner Zeitung“ am Mittwoch. Die Telekom steht neben Daimler-Chrysler und der französischen Cofiroute hinter Toll Collect.

Toll Collect habe einen Brief an zahlreiche Spediteure geschickt. Darin heiße es, auf Grund eines inzwischen behobenen Softwarefehlers habe sich ein technisches Problem ergeben, berichtete die Zeitung. Als häufigste Fehlerquellen räume Toll Collect falsche Anzeigen des Gerätes, keine Reaktion auf Eingaben und unterschiedliche Angaben über die Maut-Höhe auf identischen Strecken ein. Den Austausch der Geräte biete Toll Collect in dem Schreiben kostenlos an.

Schröder habe „kürzlich“ mit Ricke telefoniert und sich besorgt über den Gang der Dinge bei der Maut informiert, berichtete die Zeitung. Dabei sei ein Gespräch seit längerem geplant gewesen, allerdings nicht zu diesem Thema. Im Kanzleramt würden derzeit für den Ernstfall Planungen für ein Treffen zwischen Schröder, Ricke und DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp laufen. Einen Termin gebe es aber noch nicht.

Bereits vor einigen Tagen war in den Medien spekuliert worden, Schröder erwäge ein solches Spitzentreffen, sollte es Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) nicht gelingen, bis Ende dieser Woche zu einer Einigung mit Toll Collect zu kommen. Ein Sprecher Stolpes hatte erklärt, bis Ende dieser Woche werde entschieden, wann der Maut-Probebetrieb beginne. Dieser ist Voraussetzung für den Maut-Start am 2. November. Das Bundesamt für Güterverkehr hält einen Start am 2. November für unmöglich.

Die Einführung der Maut sollte ursprünglich im August eingeführt werden. Der Termin war dann auf November verschoben worden. Jeder Monat Verzögerung kostet den Staat 163 Mill. Euro an Einnahmen. Die Bundesregierung will wegen der Probleme ebenso wie die Spediteure Schadenersatz von Toll Collect.

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