Schuhhandel: Görtz kommt bei Investorensuche voran

Schuhhandel
Görtz kommt bei Investorensuche voran

Ein harter Sparkurs hat die Schuhandelskette Görtz nach eigenen Angaben in die Gewinnzone zurückgeführt – zumindest vor Abzug von Steuern und Zinsen. Jetzt steht die Suche nach einem Investor kurz vor dem Abschluss.
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HamburgDie angeschlagene Schuhhandelskette Görtz kommt Insidern zufolge bei der Investorensuche voran. „Der Investorenprozess ist auf einem guten Weg und wir gehen davon aus, dass wir ihn im ersten Quartal abschließen können“, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person am Mittwoch. Ein weiterer Insider sagte, man verhandele mit einem kleinen Kreis von Interessenten. Die Gespräche befänden sich auf der „Zielgeraden“. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, Görtz habe eine Gruppe von bis zu vier möglichen Partnern ausgewählt. Ein Unternehmenssprecher wollte sich nicht äußern.

Dem 1875 gegründeten Hamburger Familienunternehmen machen seit längerem die zunehmende Konkurrenz im Onlinehandel und hausgemachte Probleme zu schaffen. Die Firma mit zuletzt rund 3700 Beschäftigten und mehr als 240 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schreibt seit mehreren Jahren rote Zahlen. 2013 kehrte Görtz nach eigenen Angaben dank eines Sanierungs- und Sparkurses operativ in die schwarzen Zahlen zurück. Der Umsatz sei auf vergleichbarer Fläche, also ohne Filialschließungen, leicht gestiegen, sagte ein Sprecher.

Das Traditionsunternehmen hatte sich im August auf die Suche nach Investoren gemacht. Dabei verhandelte man zunächst auch mit dem Hamburger Versandhauskonzern Otto über eine Beteiligung, konnte sich wegen unterschiedlicher Vorstellungen über die Strategie aber nicht einigen.

Görtz gab unterdessen den Verkauf seines Geschäfts in der Schweiz bekannt. Die GF Group Holding AG des Schweizer Investors Guido Fluri übernehme die dortige Tochter mit 320 Mitarbeitern und 58 Filialen. Görtz kam in der Schweiz mit den Marken „Pasito“ und „Andrea“ sowie internationalen Designermarken auf einen Jahresumsatz von umgerechnet 44,5 Millionen Euro. Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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