Schwaches Quartal
Rhön-Klinikum macht 10 Prozent weniger Gewinn

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum erzielte in diesem Quartal 10,3 Prozent weniger Gewinn. Grund dafür sind verzögerte Zahlungen von Universitätskliniken. Der Konzern hält weiterhin an seinen Jahreszielen fest.
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FrankfurtVerzögerte Zahlungen der Universitäten Gießen und Marburg haben den Gewinn des heftig umworbenen Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum zum Jahresauftakt schrumpfen lassen. Der Überschuss ging im ersten Quartal um 10,3 Prozent auf 34,1 Millionen Euro zurück, wie das von Fresenius umworbene Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Bad Hombuger Gesundheitskonzern Fresenius war am Donnerstagmorgen mit einem Übernahmeangebot im Volumen von 3,1 Milliarden Euro für Rhön vorgeprescht.

„Die Rahmenbedingungen bleiben hinsichtlich der Erlösmöglichkeiten auch im laufenden Geschäftsjahr herausfordernd“, sagte Konzernchef Wolfgang Pföhler. Er konnte die Quartalszahlen am Donnerstag krankheitsbedingt nicht persönlich vorstellen, soll aber nach Unternehmensangaben ab der nächsten Woche wieder einsatzfähig sein. Rhön-Klinikum hatte unlängst mitgeteilt, dass Erträge aus Abrechnungen mit den medizinischen Fakultäten, die für Leistungen des Uniklinikums Gießen und Marburg aufkommen müssen, später fließen würden als erwartet. Zudem hatte das Unternehmen eingeräumt, mit der Senkung der Personalkosten nicht so schnell voranzukommen wie geplant.

Das Betriebsergebnis (Ebit) sank im ersten Quartal um 4,2 Prozent auf 48,5 Millionen Euro und traf damit die Schätzungen der Analysten. Seinen Umsatz steigerte das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale dagegen um 5,4 Prozent auf 682,3 Millionen Euro. Unlängst hatte ein Gericht Rhön-Klinikum den Weg für den Einstieg bei der städtischen Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) in Wiesbaden frei gemacht. Gegen den Teilverkauf hatte es Proteste in der Bevölkerung gegeben.

Die Geschäftsziele für dieses Jahr bekräftigte der Konzern. Unter Einrechung der Wiesbadener HSK peilt Rhön-Klinikum 2012 einen Umsatz von 2,85 Milliarden Euro, ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 350 Millionen Euro und einen Konzerngewinn von 145 Millionen Euro an. Von den genannten Zahlen könnten der Umsatz um 2,5 Prozent, die Gewinnkennzahlen um fünf Prozent nach oben oder unten abweichen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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