Schweizer Logistikkonzern
Panalpina leidet unter Krise der Luftfracht

Weniger Fracht, weniger Gewinn: Die Krise in der Luftfracht belastet das Ergebnis des Schweizer Konzerns. Im dritten Quartal hat Panalpina mehr als 15 Millionen Franken weniger Gewinn gemacht.
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ZürichDer Schweizer Logistikkonzern Panalpina leidet unter dem Einbruch der Luftfrachtvolumen. Das Basler Unternehmen warnte am Freitagabend, dass das Betriebsergebnis (Ebitda) im dritten Quartal 2012 vorläufigen Zahlen zufolge auf 15 bis 20 Millionen einbrechen werde. Im Vorjahresquartal belief sich das Ergebnis noch auf 54 Millionen Franken.

Ende Juli hatte der Konzern eine leichte Erholung des Luftfrachtmarktes in Aussicht gestellt. Angesichts der enttäuschenden Entwicklung im September muss Panalpina diese Prognose nun korrigieren. „Im Verlauf des dritten Quartals wurde klar, dass sich die Luftfrachtvolumen im zweiten Halbjahr 2012 nicht mehr wie erwartet erholen würden“, erklärte Konzernchefin Monika Ribar. Vor allem die Luftfrachtvolumen von Großkunden in wichtigen Branchen wie Technologie, Telekom und Chemikalien seien stark zurückgegangen.

Auf den meisten europäischen Handelsrouten haben Panalpina im Import wie im Export markante Volumeneinbußen verzeichnet. Die Luftfracht mache bei Panalpina beinahe die Hälfte des Nettoumsatzes aus und rund zwei Drittel der Luftfrachtvolumens entfielen auf europäische Handelsrouten.

Panalpina habe im dritten Quartal begonnen, ihren Personalbestand den gesunkenen Volumen anzupassen. Rückstellungen von rund zwölf Millionen Franken für Löhne von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen würden, belasteten das Quartalsergebnis jedoch. Der Konzern erwartet, dass die Kosteneinsparungen ab dem vierten Quartal Wirkung zeigen.

Der Geschäftsgang der Logistikbranche gilt als früher Indikator der Entwicklung der Gesamtwirtschaft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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