Schwierigkeiten beim Logistik-Verkauf
Druck auf Karstadt-Chef Achenbach nimmt zu

Einige Gläubigerbanken von KarstadtQuelle haben einem Zeitungsbericht zufolge ihre Kredite an Investmentbanken verkauft. Außerdem scheint der Verkauf von Logistik schwieriger als erwartet.

HB BERLIN. Die Schwierigkeiten von KarstadtQuelle-Chef Christoph Achenbach nehmen offenbar zu. Wie die «Bild am Sonntag» unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, haben sechs Gläubiger des Unternehmens ihre Kredite an Investmentbanken verkauft, darunter Merrill Lynch und Goldman Sachs. KarstadtQuelle war Ende vergangenen Jahres bei 16 Banken mit etwa 1,75 Milliarden Euro verschuldet. Ein Drittel der Summe sei an die neuen Gläubiger gegangen, so die Zeitung. Dem Bericht zufolge befürchten Insider nun, dass die US-Investmentbanker rigider auf eine harte Sanierung des angeschlagenen Konzerns drängen werden.

Unterdessen stehen die Sanierungsbemühungen des Konzerns möglicherweise vor einem Rückschlag. Wie die «Welt am Sonntag» berichtete, ist es schwieriger als erwartet, einen Käufer für die Logistik-Sparte zu finden. Dabei handelt es sich vor allem um zwei Versandzentren der Töchter Neckermann und Quelle.

Interessenten sind unter anderem die Deutsche Post und Rhenus. Vor allem der Logistiker Rhenus stellt dem Bericht zufolge das Investment in Frage. «Man hat mehr und mehr das Gefühl, dass das Schiff kurz vor dem Kielbruch steht», zitiert die Zeitung Rhenus-Kreise. Man sehe immer größere Risiken einer Insolvenz, die man für den eines Kaufs hoch abgesichert sehen wolle.

Auch die Deutsche Post stehe einem Kauf der restlichen Logistik eher ablehnend gegenüber, so die Zeitung unter Berufung auf das Umfeld des Unternehmens. Die Post hatte bereits die Distributionslogistik für die Karstadt Warenhaus AG sowie den Stückgutverkehr von Quelle und Neckermann für rund 200 Millionen Euro gekauft.

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