SDax-Verlierer
Abschied von Patrizia-Finanzchef belastet Aktie

Der Finanzchef der Immobiliengesellschaft Patrizia, Georg Erdmann, verlässt das Unternehmen zum Jahresende. Anleger befürchten jetzt schwache Geschäftszahlen.

HB MÜNCHEN. Wie das Augsburger Unternehmen am Montag mitteilte, geht der 37-Jährige im beiderseitigen Einvernehmen. Er wolle sich künftig stärker seiner Familie widmen und auf Lehrtätigkeiten konzentrieren, sagte eine Sprecherin. Erdmann ist Gastdozent für Rechnungswesen an der Fachhochschule München. Er ist seit acht Jahren bei Patrizia, die vergangenen beiden Jahre als Finanzvorstand.

An der Börse verloren Patrizia-Aktien zum Wochenbeginn rund fünf Prozent auf 6,75 Euro und waren damit größter Verlierer im Kleinwerte-Index SDax. Anleger fürchten beim Rücktritt eines Finanzchefs oft schwache Geschäftszahlen. Diese Befürchtung wies die Unternehmenssprecherin aber zurück. Patrizia hatte erst Ende Oktober die Prognose für das Geschäftsjahr 2007 angehoben und rechnet nun mit einem Nettogewinn von 48 Mill. Euro.

Die Augsburger suchen nun so schnell wie möglich einen Nachfolger für Erdmann. Kommissarisch wird Alfred Hoschek das Ressort verantworten. Er hatte diese Aufgabe bereits vor dem Börsengang 2006 inne. Die bisher von Hoschek verantworteten operativen Geschäftsbereiche werden bis auf weiteres von dem für das Tagesgeschäft zuständigen Vorstand Klaus Schmitt übernommen.

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