Seit Beginn der Datenerhebung 2002
US-Weihnachtsgeschäft mit Negativ-Rekord

Noch nie seit 2002, als das Beratungsunternehmen Mastercard Advisors die Umsätze des Weihnachtsgeschäfts in den USA zum ersten Mal erfasste, haben die Amerikaner so wenig für Geschenke ausgegeben wie in diesem Jahr. Laut den Daten musste der Einzelhandel in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von vier Prozent hinnehmen.

HB NEW YORK. Seit Mastercard Advisors im Jahr 2002 mit der Datenerhebung für die Spending-Pulse-Umfrage begonnen habe, seien die Ausgaben noch nie so gering gewesen, berichtet Unternehmenssprecher Michael McNamara. Ohne Berücksichtigung von Autos und Benzin sei der Einzelhandelsumsatz im Zeitraum vom 1. November bis 24. Dezember zwischen zwei und vier Prozent gefallen. "Alles in allem war es so ziemlich das schwierigste Weihnachtsgeschäft, das wir je verzeichnet haben."

Angesichts der Rezession in den USA, der strengeren Vergabekriterien für Kredite und der höchsten Arbeitslosenquote seit 15 Jahren haben die Verbraucher den Gürtel enger geschnallt. Zu Weihnachten gab es weniger Geschenke und eher günstige als luxuriöse Präsente. Einzelhandelsunternehmen wie die Kaufhauskette Macy's und der Bekleidungshändler Anntaylor Stores haben auf die Kaufzurückhaltung mit höheren Rabatten reagiert, die wiederum auf die Margen drücken dürften.

Der Spending-Pulse-Umfrage zufolge ist der Umsatz mit Damenbekleidung um 23 Prozent eingebrochen, bei Herrenbekleidung waren es 14 Prozent. Noch weniger gefragt waren Elektronik- und Haushaltsgeräte. Hier sackte der Umsatz um 27 Prozent ab, wobei der Rückgang bei den teuersten Geräten am stärksten ausfiel. Luxusgüter wie Schmuck verkauften sich 35 Prozent schlechter. Die Einzelhandelsbranche rechnet mit dem schlechtesten Weihnachtsgeschäft seit vier Jahrzehnten. Flächenbereinigt dürfte der Umsatz im November und Dezember um bis zu zwei Prozent gesunken sein, prognostizierte der Verband International Council of Shopping Centers am 23. Dezember. Zuvor war er von einem Minus von einem Prozent ausgegangen.

Entsprechend hoch ist der Druck auf den Einzelhandel, in dem am Freitag begonnenen Schlussverkauf nach Weihnachten die Kunden mit hohen Preisnachlässen zu locken. "Die Woche nach Weihnachten wird für die Einzelhändler so entscheidend wie noch nie sein", erklärt Scott Krugman, Sprecher des Einzelhandelsverbands National Retail Federation.

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