Sektkellerei
Auslandsgeschäft wird für Sektkellerei immer wichtiger

Von der Fußball-Weltmeisterschaft erhofft sich Henkell nur bei einem Sieg des deutschen Teams Impulse für das Sektgeschäft. Die Wiesbadener peilen wie Rotkäppchen-Mumm nun verstärkt die ausländischen Märkte an.
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WiesbadenDie Sektkellerei Henkell will ihr Auslandsgeschäft konsequent ausbauen. In Europa habe Henkell im Schaumweinmarkt die Expansion praktisch abgeschlossen, sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Henkell & Co.-Gruppe, Andreas Brokemper, am Donnerstag in Wiesbaden. Neue Märkte seien Asien sowie Nord- und Südamerika. Gerade der chinesische Markt wachse sehr stark, auch wenn der Anteil am Gesamtgeschäft noch klein sei. Afrika habe das Unternehmen bei der zunehmenden Internationalisierung nicht im Visier.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Chef der Nummer zwei im deutschen Schaumweinmarkt nach Rotkäppchen-Mumm optimistisch. Die ersten vier Monaten mit dem wichtigen Ostergeschäft seien sehr gut gelaufen. Das sei bereits ein Fingerzeig für die Entwicklung des gesamten Jahres. Von der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer erwarte er keine großen Impulse für den Sektabsatz. Wenn Deutschland jedoch Weltmeister werde, dann werde auch Henkell von der Feierlaune profitieren.

2013 hatte das Wiesbadener Unternehmen wegen des starken Auslandsgeschäfts bei Umsatz und Absatz zugelegt. Die Erlöse stiegen trotz des rückläufigen Heimatmarkts Deutschland um 1,8 Prozent auf 690 Millionen Euro. Der Gesamtabsatz ging um 1,7 Prozent auf 243 Millionen Flaschen Sekt, Wein und Spirituosen hoch. Zum Ergebnis macht das Unternehmen traditionell keine Angaben. „Aber schon im vergangenen Jahr waren unsere Eigentümer sehr zufrieden mit uns“, erklärte Brokemper.

Henkell gehört zur Oetker-Gruppe und ist mit Tochterunternehmen in 20 sowie mit Exporten in über 100 Ländern aktiv. Neben Sektmarken wie Henkell, Söhnlein Brillant, Fürst von Metternich oder Mionetto gehören zum Unternehmen auch Spirituosenmarken wie Kümmerling, Wodka Gorbatschow oder Jacobi 1880. Die Zahl der Mitarbeiter lag im vergangenen Jahr bei 2028 (minus 0,6 Prozent), davon arbeiteten 553 in Deutschland und 1475 im Ausland.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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