Serie
Neuer Selbstmordfall bei France Télécom

Auf dem Parkplatz einer Unternehmensniederlassung hat sich ein 57-jähriger France Télécom Mitarbeiter selbst angezündet. Es ist ein weiterer tragischer Todesfall, der das in die Kritik geratene Unternehmen erschüttert.
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Paris Über die möglichen Hintergründe der Selbsttötung in Mérignac gab es von France Télécom zunächst keine Angaben. Ein Gewerkschaftssprecher sagte, die Tat zeige, dass bei dem Unternehmen mit rund 100.000 Mitarbeiten noch lange nicht alles in Ordnung sei.

Arbeitnehmervertreter hatten Selbstmorde bereits in der Vergangenheit wiederholt als Ergebnis unmenschlicher Arbeitsbedingungen und des Programms "time to move" zum schnellen Stellenwechsel gewertet. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern zudem 22.000 Jobs gestrichen.

Bei dem Telekomriesen mit der Hauptmarke Orange haben sich nach Gewerkschaftsangaben seit 2008 mehr als 60 Beschäftigte das Leben genommen. Ein Anfang des Jahres 2010 veröffentlichter Untersuchungsbericht erhob schwere Vorwürfe gegen die mittlerweile abgelöste Konzernspitze. Darin war unter anderem von Mobbing die Rede. Auf Warnungen von Gewerkschaften, Betriebsärzten und Krankenkassen sei völlig unzureichend reagiert worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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    Das lässt tief blicken auf die Befindlichkeiten in DEß

    Na, bei den Arbeitsklimata wäöre manch Arbeitgeber vielleicht sogar "froh sich auf diese Weise gesundschrumpfen zu können... .

    Wohlbefinden am Arbeistplatz wird hierzulande ja immer mehr zu Unwort des Jahrhunderts.

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