Sheme Chinas Luxus-Pumps stöckeln nach Europa

China gilt als Werkbank der westlichen Schuhindustrie. Doch die Hersteller emanzipieren sich – und drängen mit eigenem Design nach Europa. Die Luxus-Pumps der Marke Sheme etwa gibt es hierzulande für rund 500 Euro.
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Luxusschuhe aus China stehen auch in Deutschland in den Regalen. Quelle: Foto: by robert-freund.de
Sheme

Luxusschuhe aus China stehen auch in Deutschland in den Regalen.

DüsseldorfLily Lee ist stolz. „Wir verbinden europäisches Schuhhandwerk mit chinesischer Kultur“, sagt die Managerin von Chengdu Aiminer Leather Products, wie das chinesische Unternehmen offiziell heißt. Besser bekannt ist seine Schuhmarke „Sheme“. Die Luxusmarke ist mittlerweile nicht nur in China gefragt. „Wir verkaufen unsere Damenschuhe auch in Italien, Frankreich und England“, sagt Lee. Wer einen der zum Teil handbestickten Schuhe kaufen will, muss im Einzelhandel durchschnittlich rund 500 Euro zahlen.

Das Unternehmen aus Chengdu aus der Provinz Sichuan gehört zu den Schuhherstellern, die es nicht mehr dabei belassen, nur für andere Marken in Europa oder den USA zu fertigen. Sie wollen verstärkt eigene Kreationen unter der eigenen Marke verkaufen. So verändert sich die einstige Werkbank für die europäische Schuhindustrie zu einem selbstbewussten Spieler im Weltmarkt.

Zwar ist der Anteil der eigenen Marke „Sheme“ mit 30 Prozent am Gesamtumsatz von umgerechnet rund 250 Millionen Euro noch gering. „Wir wollen das Geschäft mit unserer Marke aber ausbauen“, sagte Lee dem Handelsblatt und zeigte ihre Kollektion auf der Schuhmesse diese Woche in Düsseldorf. Der Rest des Geschäfts macht Lee mit der Produktion für andere Marken, zu denen auch See by Chloé, die Zweitlinie von Chloé, gehört. Das reicht von der Produktion nach Vorgaben bis zum eigenen Design.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
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Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

Platz 9: Prada Group
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Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

Platz 8: Next
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Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

Platz 7: C&A
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Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

Platz 6: Primark
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Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

Platz 5: Kering
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Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

Platz 4: Christian Dior
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Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

Deutlich größer ist die Kangnai Group. Sie fertigt in zwei großen Werken Herrenschuhe. Die Hälfte der Produkte geht in die eigene Marke, die zum überwiegenden Teil in 2.800 eigenen Läden verkauft wird. Auch in 100 Filialen im Ausland, wie etwa in Paris und Mailand, stehen sie in den Regalen. Die andere Hälfte besteht aus Produktionen für Marken wie Hugo, G-Star oder Calvin Klein, wie Leo Zhu sagt, der für den internationalen Markt zuständig ist.

Er wirbt damit, dass sie viel italienisches Design einsetzen wollen, damit „die Schuhe besser den europäischen Geschmack treffen“. So sehen viele Schuhe auf dem Stand in Düsseldorf derzeit aus wie ganz normale Business-Schuhe für Männer. „Wir wollen künftig leichtere und bequemere Schuhe herstellen“, erzählt Zhu.

Die Kooperation mit italienischen und französischen Designern ist wichtig, um sich auf dem europäischen Markt gegen etablierte Marken durchzusetzen. Die Marke Sheme will künftig ihre Schuhe über Handelspartner in Deutschland verkaufen und in Europa auch einmal eigene Sheme-Boutiquen eröffnen, wie bereits in China. Immerhin gibt es jetzt einen neuen Showroom auf Düsseldorfs Luxusmeile Königsallee – ein Anfang.

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1 Kommentar zu "Sheme: Chinas Luxus-Pumps stöckeln nach Europa"

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  • SHEME
    Chinas Luxus-Pumps stöckeln nach Europa

    ............................

    DIE DAMEN DER EUROPÄISCHE UNION KAUFEN SICH DADURCH WEITEREN ANSTIEG DER EU-ARBEITSLOSIGKEIT DA ARBEITSPLÄTZEN UND KAPITAL NACH CHINA ABWANDERT, GENEHMIGT , UNTERSTÜTZT UND GELOBT DURCH DIE EUROPÄISCHE UNION !!!


    NA DANN ALLES GUTE EUROPA !!!

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