Shopkick zieht sich aus Deutschland zurück

Shopping-App
Shopkick tritt den Rückzug an

Die gefeierte Einkaufs-App Shopkick sollte Kunden in die Läden treiben. In Deutschland gelang das jedoch offenbar zu selten: Das US-Unternehmen zieht sich zurück. Konkurrent Payback weinte Krokodilstränen.
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HamburgCyriac Roeding hat ein einnehmendes Wesen. Als kurzweiliger Redner präsentierte der Unternehmer und Investor auf Handels-, Marketing- und Technologiekongressen seine Gründung Shopkick. Nicht ohne Erfolg: In Amerika gewann er namhafte Partner wie die Kaufhauskette Macy’s für seine Shopping-App, in Deutschland unter anderem Mediamarkt und Douglas.

Nach der Übernahme durch den südkoreanischen Handelsmarketing-Konzern SK Planet Ende 2014 verließ der heute 43-jährige Roeding Shopkick. Auf Konferenzen ist er seitdem weniger zu Gast. Und auch von Shopkick wird bald zumindest hierzulande wenig zu sehen sein: Die App zieht sich aus Deutschland zurück. Das meldete der Branchendienst „Location Insider“.

Dabei hatte Deutschland-Chefin Stefanie Lüdecke gerade erst mit dem Buchhändler Thalia einen Partner des Konkurrenten Payback gewonnen. Im Oktober feierte das Berliner Team zudem eine Gold-Auszeichnung bei den POS Marketing Awards. Lüdecke war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar. „Wir haben die Partnerschaft mit Shopkick geschätzt und bedauern den Rückzug aus dem deutschen Markt“, sagte ein Nestlé-Sprecher.

Anders als Payback belohnt Shopkick seine Nutzer schon beim Betreten eines Ladens mit Bonuspunkten – nicht erst beim Kauf. Solche „Location Based Services“, also ortsabhängige Dienste, sind ein Modethema im Handelsmarketing, aber in der Realität bislang wenig relevant.

Zusätzlich können Marken Partner von Shopkick werden. Dabei können Teilnehmer per App die Etiketten von Produkten abfotografieren und so ebenfalls Punkte sammeln, die sich in Prämien umwandeln lassen. Das Ziel: Kunden in den Laden locken und sie dazu verführen, Produkte in die Hand zu nehmen.

Zwischenzeitlich sorgte Shopkick für Verwirrung, indem die App bewusst auch Punkte für Besuche in Geschäften gutschrieb, die gar keine Partner waren. Das sollte die Nutzerbasis verbreitern, verärgerte aber potenzielle Partner.

Die Konkurrenz weinte am Mittwoch Krokodilstränen. „Wir bedauern, dass Shopkick sich aus dem deutschen Markt verabschiedet. Denn wir sind vom Nutzen von Location Based Services überzeugt“, erklärte Payback-Manager Michael Eichhorn – nicht ohne hinzuzufügen, dass man an einer noch großartigeren Lösung arbeite.

Kommentare zu " Shopping-App: Shopkick tritt den Rückzug an"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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