Shopping per Handy
Einkaufen im virtuellen Supermarkt

Supermarktregale auf Plakatwänden sind derzeit der Renner. Das Schlangestehen an den Kassen und Schleppen der Einkäufe ist damit passé. Dafür sorgen ein Code und die passende App auf dem Smartphone.
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Kaum ein Volk arbeitet so hart wie die Koreaner. Der wöchentliche Gang in volle Supermärkte, das Geschiebe durch enge Gänge, das lange Warten an der Kasse, ist für die gestressten Pendler ein Graus. Der britische Einzelhandelskonzern Tesco, die Nummer zwei in Südkorea, hat das Problem erkannt – und im Sommer den ersten virtuellen Supermarkt in Seoul eröffnet.

Das Prinzip: In der U-Bahn-Station Seonreung haben die Briten, in Südkorea bekannt unter dem Namen Homeplus, große Plakatwände aufgehängt. Sie sehen aus wie Regale im Supermarkt und zeigen die 500 beliebtesten Produkte – von Milch über Äpfel bis hin zu Tierfutter. Jedes Produkt besitzt einen Code, der mithilfe der Homeplus-App auf dem Smartphone eingescannt wird. Erfolgt die Bestellung vor ein Uhr mittags, wird die Ware noch am selben Abend nach Hause geliefert. Der nervige Einkauf lässt sich so in den paar Minuten erledigen, bis die U-Bahn kommt.

Wie erfolgreich das Pilotprojekt ist, zeigt ein Blick auf Tescos Online-Umsätze: Sie wuchsen um 130 Prozent. Auch im stationären Geschäft rückte Homeplus näher an die Nummer eins in Südkorea, E-Mart, heran. Ohne einen einzigen Supermarkt neu zu eröffnen.

Die Innovation hat schnell Nachahmer gefunden. So hat der chinesische Online-Händler Yihaodian mehrere virtuelle Supermärkte in Metrostationen in und um Schanghai eröffnet. Auch der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat Mitte Oktober virtuelle Shops eingerichtet, und zwar in den vier meistfrequentierten U-Bahn-Drehkreuzen Prags. Im Angebot sind Waschmittel von Ariel, Shampoos von Pantene oder auch Windeln von Pampers. Zur Weihnachtszeit sollen noch weitere Produkte wie kleinere Elektrogeräte und Spielzeug hinzukommen.

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Der Trend zum Einkaufen über QR-Codes explodiert

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  • Was man dazu sagen muss: Plakate sind nicht die einzigen Werbeflächen, die zu einem Point-of-Sales erweitert werden können. Im Prinzip kann es jede Werbefläche, also auch Print-Anzeigen, Kataloge, Briefumschläge, Produktetiketten und vieles mehr. Das wird auf unserer Seite dargestellt: http://www.shopgate.com/de/about

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