Sicherheitspersonal: Flughafen Frankfurt droht Streik-Chaos am Freitag

Sicherheitspersonal
Flughafen Frankfurt droht Streik-Chaos am Freitag

Nach dem Hunsrück Airport Hahn wollen jetzt Sicherheitsleute am Flughafen in Frankfurt streiken. Bis zu 5000 Mitarbeiter könnten die Arbeit am Freitag niederlegen – ganztägig. Die Lufthansa streicht präventiv 15 Flüge.
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FrankfurtUrlauber und Geschäftsreisende müssen sich am Freitag wegen eines Warnstreiks der Sicherheitsleute am Frankfurter Flughafen auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Verdi ruft die Beschäftigten der privaten Luftsicherheit an Deutschlands größtem Airport dazu auf, die Arbeit von 2 Uhr morgens bis 23 Uhr niederzulegen, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit. In den Bereichen Personenkontrolle und Flughafensicherheit seien gut 5.000 Mitarbeiter beschäftigt.

„Wir gehen davon aus, dass der Flugverkehr deutlich beeinträchtigt wird“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Mathias Venema. Erstmals rufe die Gewerkschaft die Beschäftigten aller privater Sicherheitsdienstleister an dem Airport zum Ausstand auf. Der Flughafenbetreiber Fraport wollte sich unmittelbar nicht äußern. Größte Fluggesellschaft in Frankfurt ist die Lufthansa.

Und auf deren Flugplan wird der Streik Auswirkungen haben: Deutschlands größte Airline streiche 15 Flüge, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Es handele sich um Deutschland- und Europa-Flüge, die am Freitagvormittag stattfinden sollten. Ob darüber hinaus weitere Verbindungen gestrichen werden, hänge von der Entwicklung des Streiks ab.

Verdi fordert für die Mitarbeiter einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die Arbeitgeber hätten bisher zwischen 10 und 13 Euro angeboten, sagte Venema. „Das ist deutlich zu wenig. Die Beschäftigten machen eine ausgesprochen wichtige Arbeit.“

In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bremen oder Nordrhein-Westfalen sei ein Stundenlohn von bis zu 15 Euro entlohnt. Verdi verhandelt seit Dezember mit dem Arbeitgeberverband BDSW - dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft - über einen Abschluss für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Zuvor wurde bereits am wesentlich kleineren Flughafen Hahn gestreikt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sicherheitspersonal: Flughafen Frankfurt droht Streik-Chaos am Freitag"

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  • Ihr Beitrag den Sie zahlen macht nicht mal einen Cent von vom Lohn aus. Scheint sie aber ganz schön zu treffen!
    Ist da etwa einer beleidigt? Bekommen Sie als Unternehmer am Flughafen etwa nicht die Aufmerksamkeit die Sie gewohnt sind?
    Sie haben doch das Geld und die Wahl, fliegen sie halt über Paris oder London oder wo es Sie auch sonst hinzieht... es tut keinem weh!

    Aber besser ist ein One-Way-Ticket nach Nordkorea, da können sie ihr Sklaven-Unternehmen zum Imperium ausbauen!

  • Eines möchte ich noch ergänzen, im Falle des Sicherheitspersonales auf dem Flughafen bewirken übertriebene Lohnerhöhungen letztlich natürlich den Stellenabbau, den Sicherheitspersonal ist in vielen Fällen durch immer günstiger werdende Technik ersetzbar. Lohnerhöhungen müssen gelegentlich sein, um Inflationäre Geldentwicklungen auszugleichen, aber ich sehe nicht, das die Geldentwertung bis zu 60% beträgt... Also liebe Flughafenbetreiber, schafft das unfreundliche Personal ab, und stellt freundliche und kostengünstige Sicherheitstechnik auf :-)

  • Sicherlich kennen Sie sich nicht aus, sonst wüßten Sie, das nicht die Firma, sondern der Kunde die Mitarbeiter bezahlt. Aber Sie haben natürlich recht, wir Unternehmer wandern entweder ab, oder beschäftigen Mitarbeiter aus z.Bsp. Nordkorea oder Rumänien... Die Frage ist nur, ob Sie als Arbeitnehmer davon profitieren....

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