Sieben-Punkte-Plan
Bahn soll 2005 börsentauglich sein

Der Bund könnte nach den Worten von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn Anteile des Staatsunternehmens 2005 an die Börse bringen. Vom nächsten Jahr an werde das Unternehmen profitabel sein.

HB BERLIN. „Bereits im Jahr 2005 könnte Bundesfinanzminister Hans Eichel, wenn er wollte, Anteile an die Börse bringen“, sagte Mehdorn der "Süddeutschen Zeitung". Angesichts geringer werdender Bundesmittel gehe es für die Bahn darum, neue Finanzquellen zu erschließen. „Herr Eichel kann uns nicht mehr so finanzieren wie in den vergangenen Jahren, wir brauchen den Kapitalmarkt.“ Das Bundesverkehrsministerium hatte zuvor am Freitag Gewerkschaftsangaben zurückgewiesen, die Bundesmittel für die Bahn sollten bis 2007 um sechs Milliarden Euro gekürzt werden.

Ein Ministeriumssprecher sagte, Ziel sei es das Investitionsvolumen für die Schiene auf dem derzeit hohen Niveau fortzuschreiben. Für 2004 sieht der Haushalt knapp vier Milliarden Euro vor. In diesem Jahr sind es rund 4,2 Milliarden. „Die Investitionstätigkeit soll auch dem Ziel dienen, die Kapitalmarktfähigkeit des Unternehmens herzustellen“, sagte der Ministeriumssprecher.

Die Bahn erklärte, man rechne mit Kürzungen und stelle sich darauf ein. Eine Summe sei aber noch nicht bekannt. Entscheidend sei, dass die Bahn nicht gegenüber Straße und Flugzeug benachteiligt werde.

Mehdorn versucht derzeit, das Unternehmen auf einen schnellen Gang an den Kapitalmarkt vorzubereiten. In einem Sieben-Punkte-Programm verlangt er, die Mittelfristplanung der Bahn einzuhalten. Das Unternehmen leidet unter Verlusten vor allem im Fernverkehr. In den vergangenen Jahren erhielt die Bahn vom Bund insgesamt rund zehn Milliarden Euro, was auch Pensionszahlungen für ehemalige Bahner umfasst.

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