Siegel gab es bisher nur beim Händler
Dekra will Gebrauchtwagen-Verkauf transparenter machen

Der Automobildienstleister Dekra will den privaten Verkauf von Gebrauchtwagen transparenter machen. Künftig könnten auch Privatpersonen gebrauchte Autos überprüfen und bewerten lassen, teilte die Dekra Berlin-Brandenburg am Dienstag mit.

HB/dpa BERLIN. Bislang wurde das Dekra-Siegel fast ausschließlich beim Händler vergeben. Untersucht werden Räder und Bremsen, Motor, Getriebe, Innenraum, Karosserie, Abgasanlage und Elektrik. Im vergangenen Jahr wechselten in Deutschland 6,8 Mill. Autos den Besitzer, rund jedes zweite wurde von Privat zu Privat verkauft.

Im Gegensatz zum Kauf beim Händler hat der Käufer bei einem privaten Geschäft keinen Anspruch auf Gewährleistung. „Viele Privatpersonen haben keinerlei Sachkenntnis und kaufen die Katze im Sack“, sagte Dirk Benndorf, Dekra-Niederlassungsleiter in Potsdam. In einem Dekra-Gutachten würden Mängel aufgelistet, vom Kratzer am Lack über den Gestank im Innenraum bis hin zum abgenutzten Reifenprofil. Das Siegel werde nur vergeben, wenn der Wagen einen Mindeststandard erfülle, sagte Benndorf. Der Verkäufer erhöhe mit dem Siegel seine Glaubwürdigkeit und Verkaufschancen, während der Käufer eine verlässliche Grundlage bekomme.

Die Untersuchung kann bei jeder Dekra-Niederlassung für 65 € durchgeführt werden und ist mit einer Haftung des Automobildienstleisters verbunden.

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