Sinkende Einnahmen
Deutsche Bahn spart an preisgünstigen Tickets

Die Deutsche Bahn hat das Angebot ihrer Sparpreis-Tickets zurückgefahren, sagt Fernverkehrschef Berthold Huber. Grund dafür seien sinkende Einnahmen durch die Folgen des Hochwassers für den Bahnverkehr – aber nicht nur.
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BerlinDie Deutsche Bahn spart dieses Jahr an Sparpreis-Tickets. Die Zahl der vergünstigten Fahrkarten sei deutlich reduziert worden, sagte der DB-Fernverkehr-Chef Berthold Huber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Mittwoch. Normalerweise verkauft die Bahn rund 40 Prozent ihrer Fernverkehr-Tickets zu Sparpreisen. Diese kosten weniger als normale Fahrkarten, dafür sind sie an einen bestimmten Zug gebunden.

Als Gründe für die Reduzierung nannte Huber laut der „FAZ“ unter anderem die Folgen des Hochwassers: Seit Wochen ist ein Abschnitt der Bahnstrecke Berlin-Hannover gesperrt, rund ein Viertel aller Fernverkehr-Verbindungen in Deutschland ist von Umleitungen und deutlichen Fahrzeit-Verlängerungen betroffen. Bislang ist vollkommen unklar, wie lange die Strecke noch gesperrt bleiben muss; möglich ist eine Sperrung mindestens bis zum Jahresende.

Hinzu kommen sinkende Einnahmen durch das aktuelle Bahnchaos rund um Mainz. Dort hat die Bahn aufgrund von Personalmangel in einem Stellwerk den Fahrplan zusammengestrichen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • @Papierkugel

    Der Nahverkehr wird von den Ländern bezahlt und ist für die Bahn ein Gewinn.

  • Da habe ich leider ganz andere Erfahrungen gemacht. Extremstes Ergeinis: unfreiwillige Übernachtung auf dem Münchener Flughafen. Auch letztes Jahr war es im Winterbetrieb beinahe wieder kurz davor. Mit der Bahn hatte ich bisher überwiegend gute Erfahrungen in Sachen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
    Mag allerdings auch an dem überstrapaziertem Flugplan hier in Berlin-Tegel liegen...
    Weitere Vorteile des Bahnfahrens für mich:
    - Vorteil der Zeitersparnis auf vielen innerdeutschen Strecken zugunsten des Fliegers vernachlässigbar. (z. B. Berlin-Frankfurt oder Berlin-Köln etc.)
    - wesentlich entspannteres Reisen (kein Einchecken, Sicherheitskontrollen, warten...einfach nur einsteigen und wieder aussteigen)
    - Reisezeit = Arbeitszeit, im Gegensatz zum Flieger kann ich 3-4 Stunden effektiv nutzen. Die tatsächlich nutzbare Dreiviertelstunde im Flieger halte ich nicht für effektiv.
    - Ich bin deutlich flexibler: Wenn die Firma keine Unsummen bezahlen will muss ich einen festen Flug buchen. Bei der Bahn kann ich ein Ticket ohne Zugbindung zu halbwegs ordentlichen Konditionen kaufen Da darf der Termin dann auch ruhig etwas längerdauern ohne das es in Stress ausartet(Bahncard50 lohnt sich eh immer)

    Ich bin weder Mitarbeiter der Bahn noch Bahnfan und nutze auch auf manchen Verbindungen den Flieger z.B. nach München oder Stuttgart.

  • So wenig Ahnung auf einen Haufen ist selten. Wie soll denn der wettbewerbsintensive Nahverkehr den monopolisierten Fernverkehr subventionieren?

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