Sinkende Inlandsnachfrage drückt Gewinne
Hornbach expandiert im Ausland

Wegen des weiter schwachen Inlandgeschäftes und starken Preiswettbewerbs hat Hornbach im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient als 2004. Nun sucht die Baumarktkette ihr Heil zunehmend auch im Ausland.

HB FRANKFURT/NEUSTADT. In diesem und im nächsten Geschäftsjahr sollen 13 neue Filialen eröffnet werden - zehn davon im Ausland, wie die Hornbach Holding AG (Neustadt/Weinstraße) am Freitag in Frankfurt ankündigte. Vorstandschef Albrecht Hornbach versicherte jedoch: „Es wird keine Auslandsexpansion zu Lasten des Inlandes geben.“ In Deutschland sei allerdings nur noch ein Ausbau „mit Augenmaß“ möglich. Der deutsche Branchenvierte betreibt derzeit 124 Bau- und Gartenmärkte in acht europäischen Ländern, davon 32 außerhalb Deutschlands.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2005/2006 (28.2.) sank der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) binnen Jahresfrist von 99 Mill. auf 91,8 Mill. Euro. Der Jahresüberschuss sank um 13 Prozent auf 32 Mill. Euro. Der Umsatz legte vor allem dank des Auslandsgeschäfts (plus 14,5 Prozent) zu: 2,36 Mrd. Euro bedeuteten einen Zuwachs von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Die Wachstumsimpulse kamen in erster Linie aus dem internationalen Geschäft“, sagte Finanzvorstand Roland Pelka. Der harte Preiskampf im Inland - mit Konkurrenten wie Praktiker und OBI - und ein langer harter Winter sorgten dagegen für Einbußen des börsennotierten Unternehmens in Deutschland. Die Hornbach-Baumarkt-AG, in der das Kerngeschäft Bau- und Gartenmärkte gebündelt ist, verbuchte im Inland nur dank Neueröffnungen ein Umsatzplus: auf vergleichbarer Ladenfläche sanken die Erlöse um 1,1 Prozent.

Sowohl für den Gesamtkonzern als auch bei der Baumarkt-AG erwartet Hornbach in den Geschäftsjahren 2006/2007 und 2007/2008 „deutlich steigende Umsätze“ und ein Ertragswachstum über dem Branchenschnitt. Eine genauere Prognose wollte der Vorstand nicht abgeben. Vorstandschef Albrecht Hornbach betonte: „Es geht uns nicht um Wachstum um jeden Preis.“ Der Konzern werde auch in den nächsten Jahren im In- und Ausland hunderte Arbeitsplätze schaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg die Mitarbeiterzahl um 429 auf gut 12 000. Zwei Drittel davon sind in Deutschland beschäftigt.

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