Sinkende Margen in der Branche
Baumarktkette Max Bahr steht im September zum Verkauf

Die Besitzer von Deutschlands achtgrößter Baumarktkette Max Bahr wollen bis September über ihren Verkauf an einen Konkurrenten oder an einen Finanzinvestor entscheiden.

HB DÜSSELDORF. „Wir treten jetzt in die entscheidende Phase ein,“ sagte am Montag die Sprecherin der Gesellschafter, Michaela Wanka. Die Firma befindet sich mit großer Mehrheit in Familienbesitz. Potenzielle Investoren und Partner hätten erste Angebote für das Unternehmen abgegeben, sagte Wanka. Berater des Unternehmens ist die Investmentbank Lazard.

Die Max Bahr GmbH und Co KG betreibt in Deutschland mit rund 4500 Mitarbeitern mehr als 80 Baumärkte in 46 Städten. 2005 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 816 Mill. Euro. Max Bahr war 1879 in Hamburg als Wagenrad-Firma gegründet und 1927 in eine Holzhandelsfirma umgewandelt worden. 1963 gründete der Hauptgesellschafter Peter Möhrle in Hamburg die erste Baumarktfiliale. 2004 zog sich die Familie aus dem operativen Geschäft zurück und überließ die Führung einem Managerteam unter Leitung des Sprechers der Geschäftsführung, Werner Carl.

Die Baumarktbranche in Deutschland leidet seit Jahren unter einem Flächen-Überangebot und dementsprechend sinkenden Margen. Seit Jahren wird deshalb über eine notwendige Konsolidierung der Branche gesprochen. Branchenführer ist die Tengelmann-Tochter Obi, gefolgt von Praktiker, Bauhaus und Hornbach . Die Edeka-Gruppe will ihre von der AVA-Handelsgruppe geerbten Marktkauf-Baumärkte ebenfalls verkaufen oder ausgliedern. Auch die zur Rewe-Gruppe gehörenden Toom-Baumärkte gelten als potenzielle Übernahmekandidaten bei künftigen Konsolidierungsschritten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%