Skandal
Zumwinkel wird Thema bei Regierungsgesprächen

Der Skandal um Postchef Klaus Zumwinkel wird Thema bei einem Treffen zwischen dem liechtensteinische Regierungschef und Finanzminister Otmer Hassler und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in der kommenden Woche. Dies bestätigte der Botschafter des Fürstentums Liechtenstein in Berlin, Prinz Stefan von und zu Liechtenstein, dem Handelsblatt.

ZÜRICH. Zumwinkel wird vorgeworfen, am deutschen Fiskus vorbei Geld in Stiftungen in Liechtenstein angelegt zu haben. Der Botschafter räumte ein, dass die aktuellen Vorfälle rund um den Postchef Klaus Zumwinkel ungute Erinnerungen an ähnliche frühere Fälle weckten und verwies darauf, dass der Fall sich vermutlich schon länger hinziehe. "Es wird eine der letzten Geschichten dieser Art sein", sagte er.

Der Botschafter sagte, der Fall Zumwinkel käme zu einem denkbar unglücklichen Zeitpunkt und sprach sich dafür aus, die Kooperationsbereitschaft mit europäischen Behörden weiter auszuweiten. "Da hat sich in den vergangenen Jahren vieles massiv geändert und wir werden noch mehr tun", sagte er. Das läge im Interesse des Fürsten und der Regierungen. "Alle Teilnehmer des Finanzplatzes Liechtenstein sind sich bewusst, dass sie sich in immer engere Kooperationen begeben müssen. Die Zukunft liegt nicht in der intensiven Ausweitung des Bankgeheimnisses, sondern darin Kernkompetenzen Liechtensteins innerhalb eines europäischen Rechtsrahmens zu sichern." Dazu gebe es genügend Ansätze, die auch aus Sicht der großen EU-Mitgliedsstaaten legal seien.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%