Social-Media-Barometer
Adidas und die Sache mit der Balance

Der Fußball ist fest in der Hand zweier Sportartikelgrößen: Adidas und Nike. Nun schickt sich der US-Konkurrent New Balance an, im Revier der Platzhirsche zu wildern. Und das sorgt für Gesprächsstoff im Netz.
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DüsseldorfDas Geschäft mit Sportartikeln ist bislang fest unter zwei Platzhirschen aufgeteilt. Den Weltmarkt im professionellen Sportbereich teilen sich Adidas und Nike, die Giganten wetteifern stets um die Führungsposition. Zwar gibt es auch Mitbewerber, etwa Puma oder Umbro, doch gerade im Fußball sind die prominentesten Gesichter bei den Herzogenaurachern und der US-Konkurrenz zu finden.

Das Social-Media-Barometer des Handelsblatts weist aber auf mehr Konkurrenz für den Dax-Konzern hin. Die Aktivität für Adidas stieg laut Analyse des Marktforschers Sentifi in den vergangenen 24 Stunden um über 40 Prozent. Die Sozialen Netzwerke beschäftigen sich einerseits mit verschiedenen PR-Aktionen des Sportartikelherstellers. Andererseits taucht immer wieder ein Name als Schlagwort auf: New Balance.

Das US-Traditionsunternehmen ist unter Läufern schon lange eine renommierte Marke. In den vergangenen Jahren ist New Balance jedoch verstärkt auf globalen Märkten zu finden, Tochterunternehmen finden sich unter anderem in Deutschland, Großbritannien und halb Asien. Seit 2010 nimmt der Absatz jährlich im Schnitt um 17 Prozent zu. Der Marketingaufwand war im Vergleich zu den Branchenriesen bisher verschwindend gering.

Doch nun ärgert New Balance die Großen und steigt unter seinem eigenen Namen in das Geschäft mit Fußballschuhen ein. Bisher rüsteten die Bostoner über die Tochter Warrior Sports unter anderem den FC Liverpool aus. Zur kommenden Saison wagt sich New Balance mit der erstarkten Eigenmarke aus der Deckung.

Warum sorgt Adidas für den größten Buzz? Die Herzogenauracher sind durch den Einstieg nicht direkt bedroht, die Marktanteile sind klar verteilt. New Balance und Adidas hatten aber erst unlängst geschäftlich miteinander zu tun: Der deutsche Sportartikelriese verkaufte dem US-Konkurrenten die Konzernsparte Rockport. Für Adidas ein guter Deal, da Rockport nicht ins Portfolio passt. Die Geschichte wird aber im jetzigen Kontext gerne miterzählt.

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