Söhne von Erivan Haub erhöhen Anteile
Generationswechsel bei Tengelmann

Die Söhne des Familienoberhauptes Erivan Haub haben ihre Anteile am Mülheimer Handelskonzern Tengelmann deutlich aufgestockt. Der geschäftsführende Gesellschafter Karl-Erivan Haub will jetzt unter anderem das Online-Geschäft forcieren.

HB MÜLHEIM/RUHR. Die drei Söhne halten nun zusammen 94 Prozent. Eine Tengelmann-Sprecherin bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung des „Manager-Magazins“.

Der geschäftsführende Gesellschafter Karl-Erivan Haub sagte dem Blatt, er und seine Brüder Georg und Christian hätten ihre Anteile von je 16,66 Prozent auf je 31,33 Prozent erhöht. Im Gegenzug reduzierte Vater Erivan Haub seinen Anteil von 50 Prozent auf sechs Prozent. „Wir haben den Generationswechsel nicht nur in der Geschäftsführung, sondern auch in den Beteiligungsverhältnissen vollzogen“, sagte Karl-Erivan Haub.

Jetzt kündigte er den Aufbau neuer Konzernsparten an – unter anderem will er das Online-Geschäft unter der Marke Plus forcieren. „Der Web-Shop hat das Zeug zu einem eigenen Geschäftsfeld.“ Das Familienunternehmen hatte im vergangenen November den Verkauf der Mehrheit am Discounter Plus an Edeka bekanntgegeben: Plus wurde mit der Edeka-Billigkette Netto zusammengeschlossen, Tengelmann hält 30 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen.

Haub sagte angesichts der Liechtenstein-Affäre und der Kreditkrise bei den Banken, die deutsche Wirtschaft müsse Konsequenzen aus ihrem zunehmend schlechten Image ziehen.

Die hiesige Wirtschaftselite habe Tugenden wie Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Verantwortung in Teilen preisgegeben. „Was wir jetzt brauchen, ist ein zügiger Prozess der Selbstreinigung.“ Er forderte auch ein Ende der „Bezahlungsexzesse“ bei Managern. Die Gehälter im Investmentbanking stünden in keiner Relation zur Leistung der Verantwortlichen dort, wurde er zitiert. „Dieses Missverhältnis kann man den Menschen nicht mehr erklären.“

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