Software
Australische ISoft drängt in deutsche Kliniken

Der Krankenhaussoftwareanbieter ISoft hat ehrgeizige Expansionspläne für Deutschland: Bei den Krankenhausinformationssystemen, dem zentralen EDV-System einer Klinik, will ISoft Marktführer werden. Bislang sind die Australier auf dem vierten Platz. Helfen bei der Aufholjagd soll die individuelle Patientenakte.

FRANKFURT. Die australisch-britische Software-Firma ISoftwill in den nächsten Jahren im deutschen Gesundheitswesen kräftig expandieren. "Wir wollen bei den Krankenhausinformationssystemen führendes Unternehmen in Deutschland werden", sagte Firmenchef Gary Cohen im Gespräch mit dem Handelsblatt. Krankenhausinformationssysteme sind das zentrale EDV-System einer Klinik.

Das Ziel ist hoch gesteckt. Nach einer Umfrage der Beratungsfirma Konm aus Lünen unter deutschen Krankenhäuser lag das australische Unternehmen im vergangenen Jahr bei den Informationssystemen für Kliniken in Deutschland auf Platz vier hinter den Wettbewerbern Agfa, Siemens und SAP. Dabei ist Agfa laut Umfrage bei rund einem Viertel der Krankenhäuser an Bord, Siemens bei 15 Prozent und SAP (hauptsächlich im Verwaltungsbereich) bei 14 Prozent der Kliniken. ISoft folgt mit sieben Prozent, muss also noch deutlich aufholen.

Die Konkurrenz der Großunternehmen schreckt ISoft-Manager Cohen nicht. Er vertraut auf die Softwarelösungen seines Unternehmen und darauf, dass neue Entwicklungen die Marktverhältnisse in der Softwarebranche schnell ändern können. ISofts Vision ist eine effiziente Vernetzung aller beteiligten Institutionen im Gesundheitswesen, von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten über Apotheken bis zum Patienten selbst.

Kürzlich konnte sich das Unternehmen einen großen Auftrag des Klinikums Saarbrücken im Wert von mehr als eine Million Euro sichern. ISoft stattet das Klinikum mit seiner Lösung Clinic Centre aus. Diese bündelt alle patientenrelevanten Informationen in einer individuellen Patientenakte, mit der dann sämtliche Behandlungsabläufe gesteuert werden können.

Zudem investiert das Klinikum Saarbrücken in ein Portal, das künftig die Kommunikation zwischen dem Klinikum und niedergelassenen Ärzten entscheidend verbessern soll. Mit den neuen Softwarelösungen sollen Patienten ihre Krankenakten nicht länger von Arzt zu Arzt tragen müssen und zudem gewährleistet werden, dass die CD mit den Daten aus dem Krankenhaus beim weiter behandelnden Arzt eingelesen werden kann.

Seite 1:

Australische ISoft drängt in deutsche Kliniken

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%