Software-Probleme
Fehler bei Airbus führte zu A400M-Absturz

Qualitätsmängel im Airbus-Werk Sevilla waren nach ersten Erkenntnissen Ursache für den Absturz des A400M. Airbus lässt alle Maschinen überprüfen. Doch auch die Rolle der Zulieferer rückt stärker ins Bild.
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Frankfurt/ParisDer Absturz des Militärtransporters A400M ist nach ersten Erkenntnissen auf Qualitätsmängel im Airbus-Werk in Sevilla zurückzuführen. Die Software zur Steuerung der Triebwerke sei wahrscheinlich fehlerhaft aufgespielt worden, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Luftfahrtkonzerns. Üblicherweise werde diese Aufgabe im Produktionsprozess vom Triebwerkhersteller übernommen, sei in diesem Falle aber durch Airbus selbst erfolgt. Dabei sei es zu dem Fehler gekommen, der zum Ausfall von drei der vier Triebwerke der Unglücksmaschine geführt habe. Bei dem Absturz am 9.Mai kamen vier Menschen ums Leben.

Hersteller Airbus informierte am Nachmittag seine Kunden über den potentiellen Fehler. Der Bericht der offiziellen Untersuchung der französischen Luftfahrtbehörde steht noch aus. Airbus verschickte an seine Kunden eine „dringliche technische Empfehlung“. Darin werden die A400M-Kunden aufgefordert, vor jedem Flug die Software der Triebwerke zu überprüfen. Die Empfehlung sei das Ergebnis einer internen Analyse, die unabhängig von den derzeit laufenden Untersuchungen vorgenommen worden sei.

Während Frankreich und Airbus ihre Maschinen weiter in der Luft hielten, verzichteten die Türkei, Deutschland und Großbritannien nach dem Unglück auf weitere Testflüge.

Im Airbus-Kreisen hieß es, das Problem sei damit nach jetzigem Wissensstand auf die eine Maschine beschränkt. „Es wäre deshalb verfrüht, von einem weiteren Verzug bei der Auslieferung der Maschinen zu sprechen“, heißt es in den Kreisen. Der Konzern hat für 2015 angekündigt, 14 bis 18 Maschinen an die Kunden zu liefern. Abzüglich der abgestürzten Maschine könnten demnach 17 A400M an die Abnehmerstaaten geliefert werden, sollten die spanischen Behörden die Airbus-Erkenntnisse bestätigen.

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Viele Zulieferer an Triebwerken beteiligt

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  • Sie scheinen das Problem übersehen zu haben: es geht ggf um ein systemisches Problem, das ggf nicht nur Airbus betrifft.
    Dass und wie Sie das zu deuten zu gedenken bereit scheinen mag auf Unvertrautheit mit technischen Problemen zurückzuführen sein.

  • "Made in Germany" hat immer noch einen guten Ruf. Ob in Sudamerika, Afrika oder Asien, in allen Einkaufszentren sieht man ab und zu Werbung mit made in Germany, wenn es um besonders gute und auch teure Qualität geht.

    Produktion in Sevilla? Die Manager kennen sich wohl nicht mit unterschiedlichen Mentalitäten aus. Der eine Europäer ist gut für Wein, der andere für Kunst, der nächste für Indistrietechnik, jeder hat sein Spektrum, aber nicht jeder das selbe. Oder warum sind z.B. die Italiener nach Jahrzehnten der Agonie jetzt endgültig im Autobau gescheitert? Bringt die Airbus Produktion 100% nach Deutschland!

    "Europäische Projekte" - wenn ich das schon höre, dann erinnert man sich doch an die kommunistischen Propagandas im ehemals sozialistischen Lager. Es scheint so, dass die linke EU Politik kapitalistische Qualitätsprodukte nicht produzieren will. Daher wird mein Beitrag bei manchen wieder als braune Stimmungsmache gestempelt.

  • irgendwie habe ich immer Bauchweh wenn ich in einen Airbus einsteige........

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