Sonderbelastungen schlagen zu Buche
Ahold rutscht tiefer in die roten Zahlen

Der niederländische Supermarktkonzern Ahold hat vor allem als Folge von Abschreibungen und durch die Übernahme des skandinavischen Gemeinschaftsunternehmens ICA im dritten Quartal einen höheren Nettoverlust verbucht als im Vorjahr.

HB AMSTERDAM. Im dritten Vierteljahr sei der Nettoverlust auf 160 Mill. € von 100 Mill. € im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der weltweit viertgrößte Einzelhandelskonzern am Mittwoch in Amsterdam mit. Für diese Entwicklung seien vor allem Belastungen im Zusammenhang mit Abschreibungen und dem Kauf des skandinavischen Unternehmens ICA verantwortlich. Sie belaufen sich nach Ahold-Angaben auf 242 Mill. €. Vor Sonderposten sei ein operatives Ergebnis von 79 Mill. € erzielt worden, nach einem Plus von 184 Mill. € im Vorjahr, teilte das Unternehmen weiter mit.

Analysten hatten für das dritte Quartal nicht mit Abschreibungen gerechnet und im Durchschnitt einen Nettogewinn von 34 Mill. € erwartet. „Auf ersten Blick sind die Zahlen enttäuschend“, sagte der Analyst Mark van der Geest von der Rabobank. „Aber wenn man von einigen der Sonderbelastungen absieht, sind die operativen Margen nicht so schlecht, und die Marge auf dem US-Markt war nah an den Erwartungen.“

Vor allem auf dem wichtigen US-Markt ist Ahold weiterhin unter Druck: Die Umsatzrendite sank auf 1,9 % von 4,1 %. Ohne Sondereffekte liege allerdings die Marge auf dem US-Markt bei 3,9 %, und das entspreche den Erwartungen, sagte Gert Jan Geels, Fondsmanager bei Eureffekt.

Das Unternehmen befindet sich in einem Prozess von Umstrukurierungen und Verkäufen, nachdem ein Bilazierungsskandal im Jahr 2002 Ahold an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hatte. Die Ahold-Aktien legten an der Amsterdamer Börse 2,2 % auf 5,58 € zu.

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