Sondersitzung des Aufsichtsrats am Donnerstag
Gewerkschaft: Bahn will 900 Stellen streichen

Die Deutsche Bahn will laut Eisenbahnergewerkschaft Transnet 900 Stellen streichen, vor allem bei Zugbegleitern und Servicekräften in Reisezentren.

HB BERLIN. Bei Zugbegleitern und Servicekräften im Zug sollten zum Jahresende rund 500 Stellen wegfallen, erklärte Transent am Montag in Berlin. Zudem sollten im kommenden Jahr noch einmal 400 Arbeitsplätze in Reisezentren wegfallen. Ein Bahn-Sprecher wollte die Zahlen nicht bestätigen. Er sagte allerdings: „Aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir hier reduzieren.“

Transnet-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann bemängelte, es gebe bei der Bahn kein Gesamtkonzept in Sachen Service und Personal. „Wer mehr Service mit immer weniger Personal verspricht, der bemüht die Quadratur des Kreises“, sagte Zimmermann.

Die Bahn hatte in der Vergangenheit angekündigt, kleinere Reisezentren zu schließen oder durch Agenturen in anderen Geschäften zu ersetzen. In etwa zwei Drittel der Fälle sollten die Zentren so in einer anderen Form weitergeführt werden, sagte der Bahn-Sprecher. Zudem sollen die Kunden stärker Automaten und das Internet nutzen.

Der geplante Stellenabbau ist auch Thema einer Sondersitzung des Bahn-Aufsichtsrats am Donnerstag. Das Treffen, dessen Hauptthema das Scheitern der Pläne für einen schnellen Börsengang ist, war auf Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden des Kontrollgremiums und Transnet-Chef Norbert Hansen einberufen worden.

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