Sondersteuer wirkt
Discounter beklagen Einbußen bei Alcopops

Die Sondersteuer auf fertige Mixgetränke scheint Wirkung zu zeigen. Lebensmittelmärkte verzeichnen einen deutlichen Umsatzrückgang.

HB BERLIN. Deutsche Lebensmittel-Discounter haben nach Einführung der Sondersteuer auf branntweinhaltige Mischgetränke – so genannte Alcopops – einen deutlichen Rückgang beim Umsatz dieser Getränken verzeichnet. Ein Sprecher des Rewe-Konzerns, zu dem unter anderem die Penny-Märkte gehören, sagte der «Welt am Sonntag»: «Wir liegen mit den Verkäufen unserer Alcopops deutlich unter den Absätzen vor In-Kraft-Treten der Abgabe.» Auch die Billigmärkte Aldi und Lidl haben nach Aussagen von Brancheninsidern Einbußen zu beklagen, wie das Blatt weiter berichtete.

Die Taktik der Discounter, durch den Ersatz des Rums oder Wodkas durch Wein zu umgehen, scheint damit offenbar nur teilweise aufgegangen zu sein. «Die Akzeptanz der Weinbasis ist bei den Konsumenten offenbar geringer», sagte der Rewe-Sprecher. Die Weinmix-Getränke sind rund 50 Cent billiger als zuvor, weil neben der Sondersteuer keine Brantweinsteuer zu entrichten ist.

Seit 1. August sind die Flaschen mit rund einem Viertelliter Inhalt mit einer Sondersteuer von 80 bis 90 Cent belegt. Die Bundesregierung will damit den Konsum der bei Jugendlichen beliebten Getränke eindämmen. Die Einnahmen aus der Sondersteuer sollen der Suchtvorbeugung zu Gute kommen.

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