Sondierungsgesprächen: Lokführergewerkschaft droht weiter mit Streik

Sondierungsgesprächen
Lokführergewerkschaft droht weiter mit Streik

Bei ihrem Arbeitstreffen haben Lokführergewerkschaft GDL und Deutsche Bahn keinen Durchbruch erzielt. Die Bahn will die Forderung erst prüfen. Die Zeit drängt: Schon kommende Woche drohen Streiks im Bahnverkehr.
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FrankfurtBahnfahrer in Deutschland können noch nicht aufatmen. Bei einem Arbeitstreffen am Freitag in Frankfurt tauschten Deutsche Bahn und Lokführergewerkschaft GDL ihre Positionen aus - zunächst aber ohne durchschlagenden Erfolg. Die Bahn habe sich die jüngste Forderung der GDL erläutern lassen, werde „nun alles bewerten“ und dann Stellung nehmen, sagte eine Sprecherin anschließend. Das Unternehmen werde sich Anfang kommender Woche zum weiteren Vorgehen im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) äußern.

Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky wetterte nach dem Sondierungsgespräch: „Erwartungsgemäß ging es wie das Hornberger Schießen aus.“ Er begrüßte zwar, dass das Management der Deutschen Bahn nun verstanden habe, was die Lokführer dringend brauchten. Sie habe jedoch nur zugesagt, sich bis zum 15. Januar schriftlich zu positionieren: „Der Arbeitgeber ist am Zuge.“

Die GDL hat mit einem Streik nach dem 15. Januar gedroht, sollte sie sich nicht mit der Bahn einigen. Die Gewerkschaft verlangt für jeden Lokführer eine Versicherung gegen Lohneinbußen, falls er aus Gesundheitsgründen auf eine schlechter bezahlte Stelle wechseln muss.

Die GDL hatte Ende November die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung für gescheitert erklärt. Sie verwarf mit der Bahn erzielte Zwischenergebnisse und fordert seitdem stattdessen eine Lizenzverlust-Versicherung für Lokomotivführer. Diese soll finanzielle Einbußen ausgleichen, wenn ein Lokführer seinen Beruf aus Gesundheitsgründen nicht mehr ausüben kann.

Die Bahn hält den von ihr angebotenen Mitarbeiterschutz für besser. Er garantiere den Lokführern ein Berufsleben lang einen Arbeitsplatz.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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