Sorge vor Ausverkauf an Ausländer in Australien
Finanzinvestoren stehen bei Qantas Schlange

Nachdem bereits die beiden Private-Equity-Gesellschaften Macquarie Bank und Texas Pacific Interesse an der australischen Fluggesellschaft Qantas bekundet haben, stehen weitere Investorengruppen nun offenbar Schlage, um bei einer Transaktion mitzumachen. Beobachter spekulieren, dass auch das Management der Airline möglicherweise an dem Geschäft teilnimmt. In Australien wächst derweil die Sorge vor einem Ausverkauf an ausländische Investoren. Der Gewerkschaftsbund appellierte am Donnerstag an Premierminister John Howard, den Verkauf zu stoppen.

HB SYDNEY. Ein Mitglied der Regierungspartei bezeichnete die Offerte als beunruhigend. Die australische Investmentbank Macquarie, die das Angebot mit der amerikanischen Texas Pacific Group vorgelegt hatte, beteuerte wie die Regierung, dass an den Gesetzen gegen eine Mehrheitsbeteiligung von Ausländern an der Fluglinie nicht gerüttelt werden solle.

Macquarie hatte am Mittwoch angekündigt, möglicherweise ein Gebot für Qantas gemeinsam mit Dritten abzugeben. Sollte es zu einer Offerte kommen, dann nur mit Zustimmung des Board von Qantas. Zudem soll die Mehrheit an der Fluglinie weiterhin in australischen Händen liegen. Macquarie und Texas Pacific sollen schon an einem Angebot im Wert von 11 Mrd. australische Dollar (8,5 Mrd. US-Dollar) arbeiten.

Zu den weiteren Interessenten sollen Kreisen zufolge nun die Flugzeugleasing-Gesellschaft Allco Finance Group und die Pacific Equity Partners gehören. Allco, von der Qantas 22 Flugzeuge geleast hat, hatte bereits bestätigt, dem Konsortium angehören zu wollen. Pacific Equity Partners war kurzfristig für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Eine weitere mit der Situation vertraute Person sagte, Macquarie wolle das Qantas-Management bei der Airline halten, und deshalb könnte auch das Management möglicherweise eine Beteiligung erhalten. Es gebe aber kein festes Angebot in der Sache, so die Person weiter.

Nach der Transaktion könnte Macquarie einen Anteil von 15 Prozent und Texas Pacific rund 25 Prozent an der Fluglinie halten. Bei der Fluglinie gibt es eine Beteiligungsrestriktion, die manche Beobachter als Hürde für mögliche Investoren sehen. Aktuell begrenzen die Vorschriften den Anteil eines Einzelaktionärs an Qantas auf 25 Prozent, bei ausländischen Investoren dürfen insgesamt maximal 49,9 Prozent liegen. Verkehrsminister Mark Vaile will den Angaben zufolge an den Vorgaben festhalten.

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