Souq.com Amazon gewinnt Bieter-Gefecht im Nahen Osten

In einem regelrechten Bieter-Gefecht hat sich Amazon den größten Konkurrenten im Nahen Osten, Souq.com, gesichert. Der US-Onlinehändler erhält damit Zugriff auf eine Region mit hohem Wachstumspotenzial.
Update: 28.03.2017 - 14:25 Uhr Kommentieren
Der größte Online-Händler im Nahen Osten ermöglicht Amazon Zugang zu rund 50 Millionen neuen Kunden in der Region. Quelle: Reuters
Souq.com

Der größte Online-Händler im Nahen Osten ermöglicht Amazon Zugang zu rund 50 Millionen neuen Kunden in der Region.

(Foto: Reuters)

SeattleAmazon hat sich nach einem Bieter-Wettstreit den größten Online-Händler im Mittleren Osten, Souq.com, gesichert. Ein Kaufpreis wurde am Dienstag nicht genannt. Nach vorherigen Informationen der „Financial Times“ soll es um 650 bis 750 Millionen Dollar gegangen sein. Der Einkaufszentren-Betreiber Emaar Malls des Dubaier Milliardärs Mohamed Alabbar hatte für Souq.com nach eigenen Angaben 800 Millionen Dollar geboten. Berater Goldman Sachs zufolge handelt es sich um den bislang größten Zukauf im Technologiesektor in der arabischen Welt.

Mit dem in Dubai angesiedelten Online-Marktplatz erhält Amazon angesichts des noch niedrigen Anteils des Internethandels Zugriff auf eine Region mit großem Wachstumspotenzial und zugleich hoher Dichte an Mobiltelefonen.

Die zehn größten Onlinehändler in Deutschland
Platz 10: Apple.com/de
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Im Smartphone-Geschäft top, im Internethandel flop? Nicht ganz, allerdings landet Apple nur auf dem zehnten Platz im Ranking der größten Onlineshops in Deutschland. Das wertvollste Unternehmen der Welt aus Kalifornien macht im deutschen E-Commerce 2015 einen Umsatz von „nur“ 370 Millionen Euro.

Quelle: EHI Retail Institute

Platz 9: Alternate.de
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Dieser Onlineshop ist hauptsächlich im Elektronikgeschäft tätig. Der Versandhändler für Hardware liegt, wie im Vorjahr, auf dem neunten Platz. Der deutschlandweite Umsatz lag 2015 bei 377 Millionen Euro.

Platz 8: Conrad.de
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Mit einem Umsatz von 433 Millionen Euro liegt der Elektronikversandhändler Conrad auch 2015 wieder auf dem achten Platz des Rankings. Das Unternehmen aus dem bayerischen Hirschau betreibt neben dem Onlineshop 25 Filialen in Deutschland.

Platz 7: Tchibo.de
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Das Internet-Geschäft von Tchibo läuft, dennoch verliert der Onlineshop einen Platz zum Vorjahr: 2015 erwirtschaftete Tchibo.de mit Kaffeeprodukten, Kleidung und Möbeln einen Umsatz in Höhe von 450 Millionen Euro und belegt damit den siebten Platz.

Platz 6: Bonprix.de
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Die Otto-Tochter Bonprix wirbt mit günstigen Preisen für Damen-, Herren und Kindermode. Im Vergleich zum Vorjahr kann sich der Onlineshop um einen Platz verbessern und klettert 2015 auf Rang sechs – mit einem Umsatz in Höhe von 485 Millionen Euro.

Platz 5: Cyberport.de
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Cyberport ist auf Wachstumskurs. Nicht nur der stationäre Handel, auch das Online-Geschäft entwickelt sich positiv. Mit einem Umsatz in Höhe von 491 Millionen Euro in Deutschland konnte der Elektrohändler 2015 den fünften Rang, den er schon im Vorjahr belegte, verteidigen.

Platz 4: Notebooksbilliger.de
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Seit zwölf Jahren macht der Online-Händler Notebooksbilliger.de anderen Elektronikhändlern mit besonders günstigen Angeboten Konkurrenz – und das erfolgreich. Das Portal für Unterhaltungselektronik, Computer, Handys und Zubehör landet wie im Vorjahr auf Platz vier mit einem Umsatz von 611 Millionen Euro.

Souq.com war vor zwölf Jahren von dem in Syrien geborenen Unternehmer Ronaldo Mouchawar mitgegründet worden. Die Übernahme durch Amazon helfe, bei Lieferkapazitäten und Kunden deutlich schneller zuzulegen, sagte Mouchawar. Früheren Angaben zufolge war der Wert der Firma bei der letzten Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr mit rund einer Milliarde Dollar taxiert worden.

  • dpa
  • rtr
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