Später und teurer: Berliner Flughafen könnte noch mehr kosten

Später und teurer
Berliner Flughafen könnte noch mehr kosten

Der Bau des neuen Berliner Flughafens BER droht noch teurer zu werden. Der Aufsichtsrat will in seiner Sitzung Ende der Woche über eine zusätzlich benötigte Finanzspritze beraten. Die Summe liegt im Milliardenbereich.
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Berlin Der Berliner Flughafen könnte den deutschen Steuerzahler möglicherweise noch mehr kosten als bisher geplant. Wie ein Mitglied des Aufsichtsrats gegenüber dem Handelsblatt bestätigte, werde der Aufsichtsrat des geplanten Berliner Großflughafens BER auf seiner Sitzung am Freitag über einen zusätzlichen Finanzbedarf in Höhe von 1,1 Milliarden Euro beraten.

Nach dem inzwischen eineinhalb Jahre alten Kostenplan der Betreiber werden für den Flughafen Baukosten von 4,3 Milliarden Euro fällig. Die Summe könnte jedoch auf mehr als 5 Milliarden Euro steigen. Nicht eingerechnet sind der Bahnhof unter dem Terminal, die Schienen- und Straßenanbindung sowie Kreditzinsen.

Spekulationen, nach denen der Bau bis zu acht Milliarden Euro kosten könnte, hatte der Vize-Aufsichtsratschef des neuen Hauptstadtflughafens, Rainer Bretschneider, zuletzt zurückgewiesen.
Die Liquidität des Flughafens soll bis Ende des Jahres reichen, spätestens dann müssen die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund, weitere Steuergelder nachschießen. Zuletzt hatten die Eigentümer Ende 2012 weitere Gelder bewilligt. Im Dezember waren die Gelder von der EU-Kommission genehmigt worden. Auch dieses Mal muss die EU den Plänen zustimmen.

Silke Kersting
Silke Kersting
Handelsblatt / Korrespondentin

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  • @ Aktivposten

    Bringen Sie Wowereit nicht auf solche Gedanken...

  • Um mal einen klaren Blick auf die Verhältnisse und wahren Ursachen zu werfen, hier ein paar Details, wie die Dinge in Berlin laufen:

    - Beim Blick durch zerkratzte Scheiben der Ring-S-Bahn wähnt man sich auf einer Mülldeponie, da sich rechts und links der Gleise Müllberge immer weiter auftürmen.

    - Uringestank nicht nur auf den U-/S-Bahnhöfen, sondern auch abseits z.B. der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße, wo jemand zw. geparkten Autos in der Mittagszeit an Reifen pisst und zwei vorbeikommende Polizisten sich darüber amüsieren, aber sich ansonsten nicht kümmern.

    - Frauen werden in überfüllten S-Bahnen zur Rush-Hour von pöbelnden türkischen Halbstarken als "deutsche Fot*en" beleidigt und bedrängt, niemand kümmert es, niemand schreitet ein, niemand kommt zur Hilfe.

    - Ein Fahrrad-Fahrer wird von einem Rechtsabbieger angefahren und liegt regungslos auf der Straße. Der Rechtsabbieger begeht Fahrerflucht. Alle anderen Autos umfahren laut hupend den auf der Straße liegenden Verletzten und fahren weiter. Niemand kümmert sich. Zeugen werden vergebens gesucht. Passiert an hellichtem Tag auf dem Kaiserdamm in Charlottenburg.

    Und nun zum Berliner Flughafen: Fest steht, dass das Chaos am Berliner Flughafen nicht allein von den Projektleitern, Politikern usw. zu verantworten ist, sondern ein Resultat der Haltung und Arbeitsauffassung der beteiltigten Unternehmen und vor allem der Menschen ist. Die Berliner haben sich damit also selbst ein Denkmal gesetzt.

    Jeder, der über den BER lästert sollte also in Zukunft mal bedenken, dass das ein Resultat des Pöbels ist, der hier lebt und "arbeitet". Die Defizite in Sachen Charakter, Arbeitshaltung usw. zeigen sich ja auch tagtäglich an anderer Stelle in Berlin.

    Aber den gemeinen Berliner (80% sind Sozen, Grüne, Rote, sonstige Bekloppte) kümmert das alles auch recht wenig: das Chaos bezahlt ja letztendlich Bayern und Baden-Würtenberg...

  • Abreissen und neu anfangen, das dürfte billiger und schneller sein als das Gewurschtel...

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