Spanien ermittelt
Air Madrid unter Betrugsverdacht

Spaniens Oberstes Gericht hat Ermittlungen wegen Betrugsverdachts gegen den kriselnden Billigflieger Air Madrid aufgenommen. Unterdessen sitzen sowohl die geprellten Fluggäste als auch die spanische Regierung erfolglos auf ihren Forderungen gegen die angeschlagene Airline.

HB MADRID. Dem Unternehmen werde vorgeworfen, Tickets für Flüge verkauft zu haben, von denen es gewusst habe, dass sie nie abheben würden, sagte ein Gerichtsvertreter am Donnerstag. Bei der Gesellschaft war zunächst niemand für einer Stellungnahme zu erreichen.

Air Madrid stellte Mitte des Monats den Flugbetrieb komplett ein, nachdem die Regierung wegen wiederholter Verspätungen und Verletzungen der Sicherheitsbestimmungen mit dem Entzug der Lizenz gedroht hatte. 120 000 Passagiere, zumeist Auswanderer aus Lateinamerika und Rumänien, blieben vor den Weihnachtsferien auf wertlosen Tickets sitzen. Sie fordern Entschädigung. Die spanische Regierung verlangt von Air Madrid 6,5 Mill. Euro Rückerstattung für den Transport der Passagiere. An einer Beteiligung an Air Madrid ist einem Agenturbericht der ebenfalls angeschlagene Düsseldorfer Ferienflieger LTU interessiert.

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