Spanische Banken wie Santander oder BBVA könnten Deal finanzieren
Iberer bieten um Tui mit

Die Übernahmespekulationen um Europas größten Reisekonzern erhalten neue Nahrung. Nach Finanzinvestoren aus den USA sollen nun spanische Hotelketten Interesse an den 31 % Anteilen bekundet haben, die die WestLB an Tui hält.

HB HANNOVER. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, vermuten Branchenkenner dahinter namhafte spanische Hotelkonzerne wie den Marktführer Sol Melia, die NH Hoteles-Gruppe oder die Familienfirma Barcelo. Während der „Spiegel“ schreibt, der WestLB läge aus Spanien bereits eine Absichtserklärung vor, erfuhr Reuters aus mit der Situation vertrauten Kreisen, es gebe bisher lediglich Interessensbekundungen, allerdings sowohl von Finanzinvestoren als auch von strategischen Investoren aus dem Umfeld der Reisebranche. Ein Verkauf stehe aber nicht unmittelbar bevor.

Sowohl in Banken- als auch in Touristik-Kreisen heißt es seit längerem, ein Einstieg großer Hotel- oder Kreuzfahrtgesellschaften beim größten Reisekonzern in Europa könnte Sinn machen und würde zudem die von Tui befürchtete Zerschlagung durch einen reinen Finanzinvestor verhindern. Tui zählt allerdings mit zahlreichen eigenen Hotelgruppen (Iberotel, Grecotel, Robinson Club) und der 50-Prozent-Beteiligung an der spanischen RIU-Gruppe selbst zu den großen Hoteliers in der Reisebranche. Insofern könnte der Einstieg eines unmittelbaren Konkurrenten auf dem Hotelsektor strategisch auch gewisse Probleme bereiten, hieß es in den Kreisen weiter.

Ein Sprecher von Tui wollte den Bericht nicht bewerten. „Uns ist davon nichts bekannt. Wir werden das jetzt prüfen“, sagte der Sprecher. Auch eine Sprecherin von Sol Melia, dem weltweit zehntgrößten Hotelkonzern und größtem Anbieter von Ferienhotels, lehnte einen Kommentar ab. Die WestLB verwies auf die verschiedenen Spekulationen zur Übernahme der Tui-Aktien der Bank in den vergangenen Wochen. „Wir kommentieren solche Marktgerüchte grundsätzlich nicht“, sagte ein Sprecher. Erst am Freitag war aus bankennahen Kreisen verlautet, dass mehrere US-Beteiligungsfonds Interesse an Tui hätten, allerdings keinen ausreichenden Preis geboten hätten.

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