Sparmaßnahmen der Airlines
Flugverkehr über Deutschland wächst nur noch langsam

Lediglich um 0,9 Prozent ist die Zahl der Luftbewegungen über Deutschland im vergangenen Jahr gewachsen – die großen Airlines sparen. Der Deutschen Flugsicherung macht aber vor allem ein Kostenpunkt Sorgen.
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LangenDie Sparmaßnahmen bei der Lufthansa und anderen Fluggesellschaften bremsen das Wachstum des Flugverkehrs über Deutschland. Die Zahl der Flugbewegungen sei im vergangenen Jahr nur noch um 0,9 Prozent auf 2,98 Millionen gewachsen, berichtete die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Mittwoch in Langen bei Frankfurt.

Den Rekord von 3,15 Millionen An-, Ab- und Überflügen aus dem Jahr 2008 hat Deutschland bis heute nicht mehr erreicht. „Die Fluggesellschaften achten alle sehr stark auf Effizienz“, sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle. Sie setzten lieber größere Flugzeuge ein als neue Verbindungen einzurichten. Die Zuwächse bei vielen Billigfliegern könnten die Einbußen bei den großen Airlines nicht wettmachen.

In den meisten anderen Ländern Europas wächst der Flugverkehr nach Eurocontrol-Daten schneller als in Deutschland. Griechenland und die Türkei profitierten überdurchschnittlich davon, das Flugzeuge das Krisengebiet in der Ukraine meiden, sagte Scheurle.

Der Umsatz der DFS ist im vergangenen Jahr trotz der Zunahme der Flugbewegungen leicht auf 1,11 Milliarden Euro gesunken. Das liege an den zwölf Streiktagen, die die Flugsicherung insgesamt sieben Millionen Euro gekostet hätten, sagte Scheurle.

Der Gewinn stieg auf 73,5 (2013: 56,8) Millionen Euro, unter anderem weil die Personalkosten um mehr als zehn Prozent zurückgingen. Die DFS ist dabei, zehn Prozent ihrer einst 6100 Stellen abzubauen. „Wir sind da gut vorangekommen“, sagte Scheurle. Rund 300 Mitarbeiter haben die Flugsicherung seit Ende 2012 schon verlassen.

Kopfzerbrechen macht Scheurle die steigende Belastung für die Betriebsrenten. Angesichts der geringen Zinsen klaffe eine Milliarden-Deckungslücke in der betrieblichen Altersvorsorge. Alleine im laufenden Jahr werde der rechnerische Aufwand dafür um mehr als 60 Millionen auf 240 Millionen Euro steigen, sagte Scheurle. Der Bund als Eigentümer der DFS müsse deshalb auf eine Dividende für 2014 verzichten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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