Sparpläne
Gewerkschaften protestieren gegen Lufthansa-Sparpläne

Die Gewerkschaft Verdi plant Widerstand gegen das von der Lufthansa angekündigte Sparprogramm. Sie befürchtet Personalabbau und Lohnkürzungen. Die Lufthansa will Kosten senken, um im Wettbewerb mithalten zu können.
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Frankfurt/BerlinDie Lufthansa schlägt einen radikalen Sparkurs ein: Angesichts des harten Wettbewerbs mit Rivalen wie Emirates oder Ryanair und roter Zahlen im Vorjahr will die Fluggesellschaft knapp eine Milliarde Euro mehr Gewinn aus ihrem Passagiergeschäft holen. Die Flotte soll nicht mehr wachsen, Strecken gestrichen oder von der Billigtochter Germanwings betrieben werden. Das geht auch an den Angestellten der Airline - die sich stolz Lufthanseaten nennen - nicht vorbei.

Der Konzern habe eine Tradition, bei Stellenstreichungen sozialverträglich vorzugehen, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag. „Wir können aber auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen.“ Wann und in welchem Umfang der Jobabbau über die Bühne gehen solle, ließ er offen. Bei Deutschlands größter Fluggesellschaft arbeiten rund 40.000 Leute - im gesamten Lufthansa-Konzern, also inklusive Flugtöchtern wie Austrian Airlines oder Swiss und weiteren Bereichen wie Lufthansa Cargo oder Technik, sind es 120.000 Mitarbeiter.

Lufthansa-Passagevorstand Carsten Spohr hatte in einem Reuters vorliegenden Brief an die Mitarbeiter geschrieben, die Flotte solle in den nächsten drei Jahren nicht mehr wachsen. Zudem sollen Strecken gestrichen und zahlreiche Flüge künftig von der Billigflugtochter Germanwings betrieben werden. So will das Unternehmen das Ergebnis im Passagiergeschäft um rund 900 Millionen Euro jährlich verbessern. Konzernweit sollen es bis
2014 mindestens 1,5 Milliarden Euro werden. Auf dem Sparplan stehen dem Brief zufolge noch weitere Punkte: So wird bei vielen Langstreckenflügen die First Class abgeschafft. Neue Langstreckenflugzeuge werden erst bestellt, wenn erste Sparziele erreicht worden seien.

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