Sparprogramm
Air Berlin stutzt sich die Flügel

Die Fluggesellschaft Air Berlin steckt in den roten Zahlen. Jetzt steht ein Sparprogramm - das 200 Millionen Euro schwer ist.
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BerlinDie Fluggesellschaft Air Berlin konkretisiert ihren Sparkurs. Unter anderem solle die Flugzeugflotte von derzeit 170 Flugzeugen auf 152 im Sommer 2012 zu reduziert werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Flugleistung solle dagegen nur um vier Prozent sinken. Dadurch werde eine Produktivitätssteigerung pro Flugzeug erreicht.

Insgesamt solle durch das Ergebnisprogramm „Shape & Size“ das operative Ergebnis um 200 Millionen Euro verbessert werden, teitle Air Berlin weiter mit. Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung sei zurzeit schwierig, eine Aussage zum weiteren Verlauf des Jahres 2011 zu treffen.

In den vergangenen Wochen hatten personelle Veränderungen für Turbulenzen um die Fluggesellschaft gesorgt. Der langjährige Vorstandchef Joachim Hunold hat sein Amt zum 1. September niedergelegt. Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wurde sein Nachfolger. Die Fluggesellschaft steuert das vierte Jahr in Folge einen Verlust an. Allein im zweiten Quartal 2011 gab es trotz gestiegener Umsatzerlöse einen Nettoverlust von 44 Millionen Euro.

Air-Berlin-Firmengründer Hunold hatte Mehdorn Mitte August als vorübergehenden Nachfolger präsentiert. Am Grundkonzept von Air Berlin, sowohl Geschäftsreisende als auch preisbewusste Urlauber bedienen zu wollen, will Mehdorn offenbar festhalten, trotz der roten Zahlen der Fluggesellschaft.

Immerhin: Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat von Januar bis August mehr Passagiere befördert und auch die Kapazitätsauslastung verbessern können. Die Zahl der Fluggäste nahm im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent auf 23,99 Millionen zu. Die Auslastung erhöhte sich nach Angaben des Unternehmens um 2,8 Punkte auf 78,0 Prozent. Die Zahl der Passagiere erhöhte sich im Monat August um knapp ein Prozent auf 3,76 Millionen. 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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