Sparprogramm: Danone baut europaweit 900 Stellen ab

Sparprogramm
Danone baut europaweit 900 Stellen ab

„2013 wird ein Jahr des Übergangs“: Der Joghurthersteller Danone macht keine großen Hoffnungen auf ein gutes Jahr und treibt sein Sparprogramm weiter voran. Die Stellenstreichungen sollen auf zwei Jahre verteilt werden.
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ParisDer weltgrößte Joghurthersteller Danone baut wegen der anhaltenden Zurückhaltung der Verbraucher 900 Stellen in Europa ab. Die Kürzungen betreffen Jobs in Verwaltung und Management, wie der französische Konzern am Dienstag mitteilte. Damit verringert sich die Belegschaft in Europa um gut drei Prozent. Die Maßnahme ist Teil eines im Dezember angekündigten Sparprogramms im Volumen von 200 Millionen Euro. Details zu Stellenstreichungen nannte Danone bislang aber nicht.

Wegen der anhaltenden Schuldenkrise in wichtigen Absatzmärkten wie Spanien hat Danone das laufende Jahr quasi schon abgeschrieben und richtet den Blick nach vorn. "2013 wird ein Jahr des Übergangs", erklärte Firmenchef Franck Riboud. Es solle dazu genutzt werden, Danone für 2014 wieder auf starkes, profitables Wachstum zu trimmen. Anleger zeigten sich erfreut: Danone-Aktien legten um mehr als fünf Prozent zu und setzten sich damit an die Spitze des EuroStoxx50.

Für 2013 rechnet der Hersteller von Actimel und Activia mit einer weiteren Verschlechterung der Ertragssituation. Die operative Gewinnmarge sank den Angaben nach bereits 2012 um 50 Basispunkte auf 14,18 Prozent und wird dieses Jahr wohl noch einmal um bis zu 50 Basispunkte nachgeben. Der Trend bei der Verbrauchernachfrage in Europa werde dieses Jahr negativ bleiben - bei gleichzeitig konstant hohen Kosten für Rohstoffe und Verpackung, erklärten die Franzosen. Danone macht fast 40 Prozent seines Umsatzes in Westeuropa. Viele Rivalen setzen dagegen vermehrt auf Schwellenländer, bekommen die Schuldenkrise und die damit einhergehende Verbraucherzurückhaltung daher deutlich weniger zu spüren.

2012 verbuchte Danone zwar ein Umsatzplus - auf vergleichbarer Basis - von 5,4 Prozent auf knapp 21 Milliarden Euro. Das war mehr als von Analysten erwartet, lag aber unter den eigenen Prognosen. Rivalen wie Nestle und Unilever erreichten höhere Wachstumsraten.

Das klassische Geschäft mit Milchprodukten, das 60 Prozent der Erlöse und die Hälfte des Gewinns von Danone ausmacht, ist mittlerweile der Bereich des Konzerns, der am langsamsten wächst. Zu Danone gehört auch Evian-Mineralwasser sowie die Babynahrung Bledina.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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