Sparprogramm
Jobabbau bei Tchibo nicht ausgeschlossen

Der Kaffeehändler Tchibo will Millionen einsparen. Dies könnte auch auf Kosten der Mitarbeiter gehen. Personalmaßnahmen seien nicht ausgeschlossen, heißt es aus dem Unternehmen. Der Umfang des Programms ist noch unklar.
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Hamburg„Ab nach draußen“, wirbt der Kaffee-Händler Tchibo derzeit für seine Camping-Ausrüstungen. Für einige Mitarbeiter könnte sich der Slogan zynisch anhören: „Personalmaßnahmen sind natürlich nicht ausgeschlossen“, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der „Lebensmittelzeitung“. Demnach will Tchibo rund 50 Millionen Euro einsparen – möglicherweise auch durch Entlassungen. Derzeit untersucht die PWC-Strategieberatung „Strategy&“, wie Prozesse in der Hamburger Zentrale effizienter gestaltet werden können – etwa die Entwicklung der wöchentlich wechselnden Sortimente.

Noch sei der genaue Umfang des Programms unklar, sagte der Sprecher. Einen Sozialplan gebe es bei Tchibo nicht, es sei nicht mit „großflächigen“ Maßnahmen zu rechnen.

Tchibo muss den Wandel in die E-Commerce-Welt schaffen. Das einige Jahrzehnte alte Konzept des Kaffeerösters setzt darauf, Kunden jede Woche neue, überraschende Angebote in ihrer Nähe zu machen. Nur: Diese sind inzwischen im Netz nur einen Klick entfernt.

Für diese Herausforderung setzt Tchibo auch auf neue Manager. Sven Goos, sieben Jahre lang Chef für die Aktionsware, hat Tchibo verlassen. Als sein Nachfolger wurde vor einigen Tagen die 45-jährige Senay Tansu ernannt. Sie hat in den vergangenen zehn Jahren das Geschäft in der Türkei aufgebaut. Neu sind die Positionen für Chefvertriebler Online und International. Den E-Commerce verantwortet die 40-jährige Ines von Jagemann, die bereits in dem Bereich tätig war. Neu für internationale Geschäft zuständig ist der 46-jährige Carsten Wehrmann, der von DF World of Spices kommt.

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