Sparprogramm Post will Kosten im Briefversand deutlich senken

Die Zahl der versendeten Briefe schrumpft, der Preisdruck durch die Wettbewerber steigt. Die Deutsche Post will darum die Kosten im Briefgeschäft senken. Postangestellte müssen mit deutlichen Einschnitten rechnen.
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Die Post will im Briefversand künftig Kosten sparen. Quelle: ap

Die Post will im Briefversand künftig Kosten sparen.

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HB FRANKFURT. Die Deutsche Post will die Kosten in der Briefsparte wegen rückläufiger Versandmengen deutlich reduzieren. Das Unternehmen verhandle daher mit der Gewerkschaft Verdi über Einschnitte für die Mitarbeiter, sagte Post-Vorstand Jürgen Gerdes der „Welt“ . „Die Versandmengen gehen jedes Jahr um zwei bis drei Prozent zurück. Darauf müssen wir reagieren.“ Veränderungen könne es vor allem bei der Arbeitszeit und den Einstiegslöhnen geben.

Parallel zur Briefzustellung der Post baut der Konzern einen zweiten Briefversand über die Billig-Tochterfirma First Mail auf. „Wir brauchen First Mail, damit wir bei Aufträgen von Kommunen und anderen öffentlichen Kunden überhaupt Angebote abgeben können“, sagte Gerdes. Bei derartigen Ausschreibungen habe die Post wegen der höheren Löhne keinerlei Chancen, mit anderen Briefdiensten zu konkurrieren.

Der Vorstand forderte mehr Freiraum bei der Gestaltung des Briefportos. „Wir brauchen mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung, um die Steigerung unserer Kosten berücksichtigen zu können“, sagte Gerdes. Der Briefversand stehe im Wettbewerb wie jedes andere Produkt in Deutschland auch.

Die Post will zudem ihre Paketsortierung umbauen. Der Konzern brauche an Stellen mit besonders hohen Paketmengen größere Anlagen, sagte Gerdes. Überdies solle der Service verbessert werden. Nach früheren Jahren mit Verlust sei das Paketgeschäft mittlerweile „signifikant profitabel“, sagte Gerdes.

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4 Kommentare zu "Sparprogramm: Post will Kosten im Briefversand deutlich senken"

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  • richtig so; bei weniger Gehalt können dann die Rumänen oder ähnliche nicht deutsch sprechend und lesende Mitbürger für ´n Appel und ´n Ei beschäftigt werden; damit wir uns als Kunde die briefe noch mehr selber zusammen suchen können .... und auch weiterhin bei der Paketnachforschung im internet lesen können " der Empfänger ist unbekannt "; die Post AG ist inkl. Töchterfirmenanhang die reinste Witznummer geworden.

  • Kostensenken, nein die Gehälter will man um 95% bei den Mitarbeitern kürzen damit sie endlich das Weite suchen! So man man Gewinne lt. den Unternehmensberatern wie Hr. berger.

  • Ja, Herr Gerdes dann gehen Sie mal mit gutem beispiel voran und verzichten auf einen großzügigen Teil ihres Gehalts zur Erinnerung 2008 11 Millionen Euro Gesamt bei 6 Vorständen gibt das etwa ca 1,83 Millionen Eurich würd sagen in Relation 500000 Euro wie wäre das als Zeichen das wir alle den Gürtel enger schnallen müßen und im gleichen boot sitzen,wäre doch fair oder ?

  • Postangestellte müssen mit deutlichen Einschnitten rechnen.

    Die Post macht mit dem briefgeschäft Gewinne. Reicht das nicht? Ensparrungen werden sich durch das Schrumpfen ergeben. Weniger Arbeit bedeutet weniger Personal. Wenn man aber meint, weiniger verkaufen zu können aber den gleichen Gewinn erhalten zu müssen. Dann werden wiederum die Menschen bluten müssen. ich hoffe irgendwann wird es ein umdenken geben. Gewinnmaximierung kann des Rätsels Lösung sein.

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