Sparprogramm „Score“
Lufthansa-Sanierung wird weiterlaufen

Ende 2014 sollte das Lufthansa-Sparprogramm „Score“ auslaufen. Doch der Konzernumbau wird auch nach diesem Datum weitergehen, sagte der scheidende Konzernchef Christoph Franz – und klar sei nur noch der Name.
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FrankfurtDie Lufthansa will angesichts des harten Wettbewerbs den Konzernumbau auch nach Ende des derzeitigen Programms „Score“ vorantreiben. „Wir schauen uns an, was nach 2015 getan werden kann“, sagte der scheidende Konzernchef Christoph Franz am Montagabend vor Journalisten. Ob die Fortsetzung dann unter gleichem Namen weiterlaufe, werde sich zeigen.

Der 118.000 Mitarbeiter starke Konzern steckt derzeit im größten Umbau seiner Geschichte. Ziel ist, das operative Ergebnis kommendes Jahr auf 2,65 Milliarden Euro zu steigern. Der Weg ist weit: In diesem Jahr soll die Kennzahl zunächst auf bis zu 1,5 Milliarden Euro steigen.

Der Konzernumbau, mit dem die Kosten gedrückt und die Erlöse gesteigert werden sollen, besteht aus 4.000 einzelnen Projekten. Einer der größten Brocken ist die Umstellung eines Teils der innerdeutschen und Europa-Verbindungen auf den Billigflieger Germanwings. Bei anderen Ideen geht es auch darum, Langstrecken-Jets nach der Landung schneller wieder in die Luft zu kriegen.

Um den Schwung dieser Projekte zu bewahren, sei beschlossen worden, die Score-Teams von konzernweit gut 30 Leuten nicht wie geplant Ende 2014 aufzulösen, sagte Franz. Es gebe auch über die mehreren tausend Maßnahmen hinaus noch viele Ecken, an denen die Lufthansa besser werden könne. „Ich glaube nicht, dass wir die Zitrone bereits ausgequetscht haben.“ Die Aufgabe fällt aber nicht mehr an Franz: Er geht zum Monatsende zum Pharmakonzern Roche. Sein Nachfolger wird Lufthansa-Topmanager Carsten Spohr.

Die Rosskur, der 3.500 Jobs zum Opfer fallen, ist aus Sicht von Franz notwendig, um dem Unternehmen größere Bewegungsspielraum zu verschaffen. Den benötige die Lufthansa zunächst, um sich den Kauf von neuen Jets leisten zu können, sagte Franz. „Es ist auch denkbar, dass wir die Freiheitsgrade nutzen, um weitere Konsolidierungsschritte zu gehen.“ Derzeit sei aber hier nichts auf dem Radar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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