Sparprogramm
Tui verlagert 150 Arbeitsplätze nach Indien

Europas größter Touristikkonzern TUI weitet sein Sparprogramm aus und will bis Ende 2006 die Kosten um weitere 100 Millionen Euro senken. Erstmals verlagert TUI dabei auch Arbeitsplätze aus Europa nach Indien.

HB HANNOVER. Rund 150 Stellen in der Informationstechnik würden von Großbritannien nach Indien verlegt, sagte ein TUI-Sprecher am Dienstag. Der Reisekonzern hat in den vergangenen drei Jahren während der allgemeinen Branchenflaute nach eigenen Angaben bereits 500 Mill. Euro eingespart. „Wir glauben, dass noch etwas mehr drin ist und haben diese Programme verlängert“, sagte der Sprecher.

Wie TUI-Vorstandschef Michael Frenzel in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ ausführte, sollen jetzt vor allem Kosten bei den Wartungsarbeiten der Fluggesellschaften, im gesamten Einkauf des Konzerns und in der Computertechnik gesenkt werden. Auch ein Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht ausgeschlossen. „Es gibt dafür aber keine konkreten Planungen“, sagte der Sprecher. Wieviel von den zusätzlich zu bisherigen Sparpaketen beschlossenen Maßnahmen bereits in diesem Jahr umgesetzt werden sollten, könne er nicht sagen.

Frenzel hatte auf der Bilanzpressekonferenz Mitte März ein zweistelliges Gewinnwachstum in der Touristik für 2005 in Aussicht gestellt. 2004 hatte TUI einen Reingewinn von 488 Mill. Euro erzielt, rund 80 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem in Großbritannien sind bereits weitreichende Einschnitte beschlossen worden, die den Abbau von 2000 Stellen bedeuten. Kürzlich waren auch weitere Sparmaßnahmen im TUI-Kernmarkt Deutschland bekannt geworden. Auch hier wird TUI-intern mit Stellenstreichungen gerechnet. Die TUI-Aktie lag am Dienstagmittag mit 1,2 Prozent im Minus bei 19,22 Euro.

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