Sparte unter Druck
Oetker schwächelt beim Umsatz

Besonders das Reederei-Geschäft macht dem Bielefelder Familienunternehmen zu schaffen. Dort ging der Umsatz am stärksten zurück. Richard Oetker will trotzdem nicht von einem dümpelnden Geschäft sprechen.
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BielefeldDer Oetker-Konzern hat ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2013 hinter sich. Die Entwicklung sei in einigen Segmenten unter den Erwartungen geblieben, das Ergebnis sei dennoch „im zufriedenstellenden Bereich“, sagte Konzernchef Richard Oetker am Dienstag bei der Vorstellung der Gesamtbilanz in Bielefeld. Angaben zu Gewinnen oder Verlusten macht das Familienunternehmen traditionell nicht.

Der Umsatz sank um 0,9 Prozent auf 10,84 Milliarden Euro. Hauptgrund war der Umsatzverlust der Reederei Hamburg Süd um 3,9 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro, ausgelöst vor allem durch den schwachen Dollar und sinkende Frachtraten. Die Oetker-Sparte macht fast die Hälfte des Gruppenumsatzes aus.

Der Konzern hatte lange mit der Reederei Hapag Lloyd über eine Fusion verhandelt, dann aber die Gespräche abgebrochen. Hintergrund sollen Meinungsverschiedenheiten unter den Gesellschaftern sein, den acht Kindern von Rudolf-August Oetker (1916-2007). Inzwischen hat sich Hapag Lloyd mit der chilenischen Reederei CSAV zusammengetan.

„Ja, es gab unterschiedliche Meinungen zur Strategie“, räumte Richard Oetker ein. Er sei aber zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr eine Einigung geben werde. „Auf keinen Fall hat sich das bislang auf das operative Geschäft ausgewirkt.“

Kritik an den stagnierenden Geschäftsbereichen hält Oetker für unangemessen. „Wir dümpeln nicht. Wir behaupten uns in unseren Geschäftsfeldern.“

Trotz des Umsatzminus bei der Hamburg Süd und der Stagnation bei Deutschlands größter Brauereigruppe Radeberger, die ebenfalls zu Oetker gehört, könne man sich im Konzern nicht vorstellen, eine ganze Sparte zu verkaufen, versicherte Finanzchef Albert Christmann.

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