Spekulationen über Lufthansa-Swiss-Allianz
US Airways tritt Star Alliance bei

Die Lufthansa bekommt einen neuen Verbündeten. Die nordamerikanische Fluglinie US Airways tritt am 4. Mai 2004 dem Luftfahrtbündnis Star Alliance bei. Derweil stoßen Spekulationen über eine Allianz von Lufthansa und Swiss auf Skepsis.

HB FRANKFURT/ARLINGTON. "Mit ihren Drehkreuzen in Philadelphia, Charlotte und Pittsburgh wird US Airways unser Netz- und Produktangebot erheblich stärken, insbesondere bei Flugverbindungen an die Ostküste der USA und in die Karibik", wird Star-CEO Jaan Albrecht in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung zitiert.

Nun könnten auch Vielflieger von US Airways bei jeder der 15 Mitgliedsfluglinien Meilen sammeln und einlösen. Ein weiterer Vorteil für US-Airways-Passagiere liege darin, dass sich Anschluss-Wartezeiten für an Schlüssel-Drehkreuzen im gesamten Netz drastisch verringern lassen. Als Star-Mitglied könne US Airways zudem durch gemeinsamen Treibstoff- und Media-Einkauf Kosten senken.

In der Star Alliance sind neben der Deutschen Lufthansa auch Air Canada, Air New Zealand, ANA, Asiana Airlines, Austrian, bmi, LOT Airlines, Scandinavian Airlines, Singapore Airlines, Spanair, Thai Airways, United Airlines und VARIG vertreten. US Airways biete täglich nahezu 3300 Nonstop-Flüge zu 187 Flugzielen in den USA, der Karibik, Lateinamerika, Europa, Kanada und Mexiko. Mit dem Beitritt der Fluggesellschaft umfasse das Star-Alliance-Netz nun 14 000 Flüge täglich zu 755 Flugzielen in 132 Ländern, heißt es weiter.

Die jüngsten Spekulationen über eine mögliche Annäherung der angeschlagenen Schweizer Fluggesellschaft Swiss an die Deutsche Lufthansa stoßen dagegen in der Luftfahrtbranche überwiegend auf Skepsis. Lufthansa lehnte am Montag einen Kommentar ab. Branchenexperten halten nach der Berufung des ehemaligen Lufthansa-Managers Christoph Franz auf den Swiss-Chefsessel vor einer Woche neue Kontakte für wahrscheinlich, rechnen aber vorerst nicht mit ernst zu nehmenden Verhandlungen.

Zuvor hatte eine Swiss-Sprecherin bereits am Wochenende erklärt, die Fluggesellschaft habe trotz einiger noch offener Fragen weiterhin das Ziel dem Luftfahrtbündnis Oneworld um den Lufthansa-Konkurrenten British Airways beizutreten. Die Schweizer „Sonntagszeitung“ hatte in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, der vorige Woche berufene Franz werde wieder „Kurs auf die Lufthansa“ nehmen. Die im vorigen Herbst getroffene Entscheidung zugunsten der Oneworld-Allianz sei aus seiner Sicht die „deutlich schlechtere Alternative“ zur Star Alliance unter Führung der Lufthansa, zitiert das Blatt einen nicht näher genannten „Vertrauten“ des neuen Swiss-Chefs.

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