Sperrrichtlinie hilft bei der Bekämfpung
Bahn hat 355 Korruptionsfälle entdeckt

Bei der Deutschen Bahn sind in den vergangenen vier Jahren rund 355 Verfahren wegen Korruption eingeleitet worden.

Rund 355 Korrupitionsfälle bei Bahn in vergangenen vier Jahren=

HB BERLIN. In einigen Fällen seien die internen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen, so dass mit weiteren Strafverfahren gerechnet werden müsse, teilte die Bahn am Mittwoch bei der Vorstellung ihres Korruptionsberichtes 2004 mit. Die verhängten Strafen hätten bis zu Gefängnis von vier Jahren und sechs Monaten betragen.

Als neues, wirksames Instrument gegen Korruption bezeichnete das Unternehmen die 2003 eingeführt Sperrrichtlinie. Damit können Firmen, die unter dringendem Verdacht von Bestechungsversuchen stehen, von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden. Die Sperre könne in Extremfällen bis zu sieben Jahren betragen.

Die meisten Korruptionsfälle stehen bei der Bahn in Zusammenhang mit Bauprojekten. Das Unternehmen ist mit einem Etat von jährlich knapp zehn Milliarden Euro der größte Investor in Deutschland. Nach eigenen Angaben hat die Bahn als einziges deutsches Großunternehmen zwei Ombudsleute eingesetzt, an die sich Mitarbeiter bei Korruptionsverdacht auch anonym wenden können. Zudem arbeitet das Unternehmen bei der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International mit, einer Organisation, die sich die Bekämpfung der Korruption zum Ziel gesetzt hat.

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