„Spiegel“-Bericht
Karstadt verhandelt in Tarifstreit wieder mit Verdi

Karstadt hatte Mitte Mai den Tarifvertrag überraschend gekündigt. Jetzt verhandelt die Kaufhaus-Kette im Tarifstreit mit den Beschäftigten offenbar wieder mit der Gewerkschaft Verdi.
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Hamburg
Die Kaufhaus-Kette Karstadt verhandelt im Tarifstreit mit den Beschäftigten offenbar wieder mit der Gewerkschaft Verdi. Nach zwei informellen Sondierungsgesprächen mit Verdi sei deutlich geworden, "dass ein aufeinander Zugehen erforderlich ist, um zu einer gemeinschaftlich erarbeiteten Lösung zu gelangen", zitierte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Sonntag aus einem Brief von Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz und Gesamtbetriebsrat-Chef Hellmut Patzelt an die eigenen Mitarbeiter von vergangener Woche.

Karstadt hatte Mitte Mai überraschend den Tarifvertrag für den Einzelhandel gekündigt, um eine hausinterne Regelung auszuhandeln. Für die Mitarbeiter entfallen damit unter anderem bis 2015 Gehaltserhöhungen, die tarifvertraglich vereinbart sind. Die Entscheidung der Geschäftsführung war bei Verdi und bei den Mitarbeitern auf heftige Kritik gestoßen. In einzelnen Filialen traten die Mitarbeiter in Warnstreiks. Die Gewerkschaft hatte kritisiert, die Karstadt-Beschäftigten hätten in den vergangenen Jahren auf insgesamt 650 Millionen Euro verzichtet und würden nun wieder mit Einkommensverzicht gestraft.

Karstadt steckt in der Krise. 2010 war die Kaufhauskette nach der Pleite des Touristik- und Handelskonzerns Arcandor vom US-deutschen Investor Nicolas Berggruen übernommen und damit vor dem Aus bewahrt worden. Berggruen versprach, Arbeitsplätze zu erhalten und die Filialen zu modernisieren. Karstadt-Chef Andrew Jennings hatte im Frühjahr in einem Interview gesagt, dass dieses Jahr für das Unternehmen "noch hart werden" werde. Danach solle sich die Lage aber entspannen.


afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Spiegel“-Bericht: Karstadt verhandelt in Tarifstreit wieder mit Verdi"

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  • gute Leute
    gute Arbeit
    gutes Geld.

    herzensgute Leute und angenehme Arbeit- oder an was orientiert sich hier das "gute"?
    Das, was "gut" ist, bestimmt der Markt.
    Man mag ja ein Sozialist sein, und das Produktivkapital über eine Deckelung der Erbschaftsmasse gerne sozialisiert sehen, um damit staatlich notwendige Ausgaben, Investitionen und ein BGE zu finanzieren (anstatt durch die konzentrierten Kapitalerträge die Exporte, die Nachfrage im eigenen finanzieren!);
    aber: die Ressourcenallokation über die Marktkräfte außer Kraft setzten ist sicherlich der falsche Ansatz.

    Das, was "gut" ist, entscheidet der Markt!
    Und wenn das Dummvolk Fußball und Klingeltöne will, dann wird der Markt das Dummvolk mit Fußball und Klingeltönen beliefern.
    Und wenn Karstadt kein Konzept hat, um am Markt erfolgreich zu sein, dann ist Karstadt eben weg.

  • wenn sich die bücklinge des menschenfreunds und karstadt ausnehmers berggruen auf verhandlungen mit der gewerkschaft einlassen laufen

    1. die geschäfte übelst
    2. bedarf es einer gesprächsebene mit VERDI da nur so
    3. ein sozialplan ausgehandelt werden kann der
    4. mit staatsknete-subventionen- und kassenzuschüsse-arbeitsamt und rentenversicherung - ein teil der MAs ins
    abseits befördert

    berggruen wird bis dahin dreistelluge millionenbeträge rausgezogen haben ,die er bei ner pleite an den IV zurückzahlen müßte

    sitzt eigentlich die olle vom wundenkanzler gerd schröder , das dorle , noch im aufsichtsrat

    jaes gibt es noch ,das unternehmerrisiko

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