Spielehersteller: Ravensburger wächst dank 3D-Kassenschlager

Spielehersteller
Ravensburger wächst dank 3D-Kassenschlager

3D-Puzzle und audiodigitale Lernsysteme haben dem Spielehersteller Ravensburger ein Umsatzwachstum von mehr als drei Prozent beschert. Damit ist der Umsatz zum zwölften Mal angestiegen.
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NürnbergDer schwierigen Lage auf wichtigen Märkten in Westeuropa zum Trotz hat der Spielwarenhersteller Ravensburger im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 3,1 Prozent auf rund 330 Millionen Euro gesteigert. „Wir wachsen im Wesentlichen in zwei Produktkategorien: Das ist Tiptoi, und das sind 3D-Puzzles“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karsten Schmidt am Montagabend in Nürnberg. Im vergangenen Jahr seien 900 000 3D-Puzzles berühmter Bauwerke sowie 2,7 Millionen Artikel der audiodigitalen Lernspielreihe über die Ladentheke gegangen.

Mit dem Tiptoi-Stift können Kinder aus Büchern zusätzliche Audio-Informationen abrufen. Auf der an diesem Mittwoch beginnenden Spielwarenmesse will Ravensburger zudem Tierfiguren vorstellen, denen der Stift etwa Informationen über die jeweilige Tierart oder deren Lebensraum entlockt. Auch wenn Tiptoi inzwischen rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, sieht Schmidt das Ende des Erfolgs noch nicht in Sicht. „Da haben wir noch viele Ideen.“ Noch in diesem Jahr solle der Kassenschlager nach Italien exportiert werden, auch Russland haben die Oberschwaben als gänzlich neuen Markt im Auge.

Dennoch rechnet Schmidt mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage für 2013 vorerst nur mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent - stabile Märkte vorausgesetzt. Gut drei Viertel des Gesamtumsatzes entfallen bei Ravensburger auf die Sparte Spiele, Puzzles, Beschäftigung. Deren Umsatz legte 2012 nach vorläufigen Zahlen um 3,6 Prozent auf knapp 258 Millionen Euro zu.

Im Kinder- und Jugendbuchbereich hingegen gab es ein Minus von 3,1 Prozent auf rund 68 Millionen Euro - im wichtigen Weihnachtsgeschäft gab es Lieferschwierigkeiten bei Tiptoi-Büchern. Die Sparte Freizeit mit dem Zugpferd Spieleland legte um 11,4 Prozent auf knapp 10 Millionen Euro zu. Zur Ertragslage der Gruppe mit 1700 Mitarbeitern wollte sich Schmidt nicht äußern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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