Spielwareneinkaufsverband
Vedes macht weniger Umsatz

Vedes hat mit der zunehmenden Konkurrenz durch die Internethändler zu kämpfen. Der Umsatz der zur Vedes-Gruppe gehörenden Spielwarengeschäfte ging 2012 um ein Prozent zurück.
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NürnbergDem fränkischen Spielwareneinkaufsverband Vedes macht die zunehmende Konkurrenz der Internethändler zu schaffen. Der Umsatz der 850 deutschen, zur Vedes-Gruppe zählenden Spielwarengeschäfte ging 2012 nach vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 477 Millionen Euro zurück. Bei den 1.150 europäischen Fachgeschäften der Vedes-Gruppe schrumpfte der Umsatz um 1,5 Prozent auf 562 Millionen Euro.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Märtz sagte am Mittwoch auf der Spielwarenmesse in Nürnberg, dass immer mehr Menschen Spielwaren über das Internet bestellten, habe zwar zu einem Wachstum des Spielwarenmarkts in Deutschland geführt. Der Onlinehandel gehe aber eindeutig zulasten der stationären Fachhändler. Der Vedes-Chef sprach dennoch von einem zufriedenstellenden Jahr. „Sämtliche Konzerngesellschaften haben schwarze Zahlen geschrieben."

Beim Ergebnis vor Steuern und Ausschüttung an die Mitglieder erreicht der Vedes-Konzern das Vorjahresergebnis von 5,5 Millionen Euro allerdings nicht. Das Konzernergebnis werde 2012 bei 4,3 Millionen Euro liegen, kündigte Märtz an. Nach Ausschüttung der Bonuszahlungen an die Mitglieder und Ausgaben für deren Werbung verblieben 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro).

„Dieser Rückgang war so geplant", sagte Märtz. Vedes habe in eine große Markenkampagne investiert, die sich im Gesamtergebnis, wie erwartet, niedergeschlagen habe.

Vedes war im vergangenen Jahr unter anderem in das Kompendium „Marken des Jahrhunderts - Leuchttürme auf dem Markenmeer" aufgenommen worden. Die Imageoffensive mit dem Slogan „Vedes. Kommt in den besten Familien vor" bewertete Märtz deshalb als sehr erfolgreich.

„Eine Imagekampagne bedeutet aber nicht sofort bessere Umsätze", gab Vedes-Vorstand Achim Weniger zu bedenken. Er sieht den Fachhandel in der Pflicht. „Die Händler müssen auch nach Ladenschluss präsent sein", sagte er. „Diejenigen, die den Vertriebskanal Internet zusätzlich nutzen, haben sehr gute Chancen, sich behaupten zu können", ergänzte Märtz.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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